Shangri-La, 1:00 Uhr

Im Bats fließt der Alkohol, sie ist schon lange fort, die Kollegin vergnügt sich mit einem schwulen Franzosen. Er fragt sie nach ihrer Lieblingsfarbe, ihrem Lieblingsphilosophen, ihrem Alter, ihrem Lieblingsfilm, ihrem Lieblingssänger, ihrem Freund… Sie sieht das anders, für sie ist es der Abschied von der Gruppe, ein Ausgleich dafür, dass hier keiner tanzen will. Nonchalant umgeht sie alle Regelungen, noch unbekümmert erfreut sie sich an der Einladung zum Cola.

Das habe sie doch nicht ernst gemeint, wird sie später sagen, sie wollte doch nur tanzen. Niemand hier wollte mit ihre tanzen, was sollte sie denn anderes machen als einen anderen, der sie anspricht, nicht fortzuschicken? Über das, was man macht, kann man ja später nachdenken. Später, wenn die Wirkung des Alkohols nachgelassen, der Wind wieder Frischluft in die Lungen gepumpt hat, wenn die Welt wieder grell und unnachgiebig wird. Wenn der Kontinent ein anderer ist.

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