Nimbuismus

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Ich tu aus Kunstineressiert und bin nett, Kotlett.
Wer sagt ich bin träge der hat recht dich wer mich kennt den mach ich Boss. Frosch.

Nein, ich bin nicht dicht oder sonst etwas, das ergibt Sinn, nur eben nur im richtigen Zusammenhang.

Sonntagsarabesken #119

In der Wohnung ist es dunkel und eisig kalt. Er geht langsam in die Küche und öffnet das Fenster. Das regennasse Pflaster des Innenhofes zeigt sich mit rostbraunen Blättern beklebt. Sein Blick taumelt in die Tiefe, fällt in den Abgrund, den schüchtern glitzernden Spuren hinterher, die ein luftig leichter Fuß auf gläserner Leiter hinterlassen hat.

Neue Kommentargewohnheiten

Nicht nur den werten Lesern meiner Seite wird aufgefallen sein, dass wir hier auf einer eigenen Domain hausen und dass die Kommentare nun ein wenig anders abgegeben werden, auch ich muss jetzt mit einer völlig neuen User-Experience leben.

Sonntagsarabesken #118

Er sah es ihrem Gesicht an. Er sah es der Drehung ihrer Schulter an. Er sah und wußte es im selben Moment. Sein Blick schweifte in die Unendlichkeit ab, aus Verzweiflung ziellos geworden, denn wo Worte nichts mehr vermögen sind auch Blicke ihrer Macht beraubt, vor allem, wenn sie unerwidert bleiben.

If news is not in English, did it happen?#

Joi Ito: If news is not in English, did it happen?

“English was already the lingua franca of science, business and academia. Now English appears to be fast emerging as the media language of choice. Al Jazeera is preparing to debut a 24-hour news channel in English. A TV station in Russia also started English broadcasting this month (but got hacked down). Recently, an ex-FIFA sports official praised the French newspaper, L’Equipe, for some of it’s hard-hitting doping coverage, including revelations about Lance Armstrong. But, he added, they just don’t get the same notice because their reporting is in French. His implication: If news is not in English, it didn’t happen.”

Guten Morgen!

Stop-Schild

Guten Morgen! Gut geschlafen? Ja? Schön! Nett aufgewacht? Sonnenstrahlen und so? Fein! Bei mir sieht’s nämlich so aus, dass ich mich nur mehr schreiend unterhalten kann, weil irgendwer auf die glorreiche Idee gekommen ist, an einer Kreuzung – an meiner Kreuzung!!!

Projekt 52:52

Projekt 52:52 steht für 52 Bücher in 52 Wochen und soll endlich aus in Bücherregalen abgestellten Büchern in Bücherregalen abgestellte, gelesene Bücher machen. Wer mir also einmal quer durch die Literatur folgen möchte, der hat hier die Leseliste!

Sonntagsarabesken #117

In den Augenblicken, die man glücklich verbringt, in denen man in Glück ertrinkt, sich treiben läßt, sein Inneres an die Außenhaut geheftet trägt, sich verwundbar dem Tag darbietet, in Deinen Armen liegend, an Deiner Schulter dösend, kann man sich nichts Schöneres vorstellen und keine Steigerung und kein Ende.

Weihnachtsstimmung irgendwer?

Ist schon jemand in Weihnachtsstimmung, liebe Leser? Irgendwer einen Weihnachtsbaum? Eben. Wozu auch. Weihnachten ist passé.

Wir brauchen unsere Wohnungen und Häuser nicht aufzuheizen, um ein einziges Mal im Jahr wohlige Wärme zu empfinden, wir brauchen nicht in die Stadt zu wandern, um exotische Früchte kaufen zu können, wir brauchen nicht das Gericht zu kochen, das die meisten Ressourcen verbraucht, wir brauchen nicht den Geruch von Weihrauch und anderen Gewürzen einzuatmen, denn wir können uns diese Gerüche an jeder Ecke kaufen, wir brauchen keine Lieder zu singen, denn singen können wir ja alle nicht mehr, wir brauchen keine Beutel füllen, denn verpackt sind die Geschenke ja eh doppelt, wir brauchen die Familie nicht versammelt, denn sie ist sowieso immer da, wir brauchen uns nicht auf Gekochtes freuen, denn für uns wird täglich gekocht, wir brauchen uns die Einfachheit der Sprache nicht anzutun und irgendwelche Weihnachtswünsche auszusprechen, denn Autoren formulieren uns sowieso vor, was zu sagen ist, sie lassen uns etwas denken, das wir nicht sagen können, wir brauchen keine Instrumente, denn die CD ist interessanter, wir brauchen nichts Einfaches, denn das Schwierige ist en vogue, wir brauchen keine Umarmungen, denn die gibt es erst am Totenbett, wenn wir nicht geschäftlich unterwegs sind, wir brauchen keine Gewürze, denn wir kommen nicht an sie ran.

Sonntagsarabesken #116

Alte Stadt aus Rosenstein. Während hier noch die glitschigen Fäden unterkühlten Lichtes aus den Ritzen grauer Wolkendecke hängen, wirbelt ein Sturm der Bilder den ölig glatten Fluß von unten her auf, und der Schlamm verlorener Tage tritt an die jäh zerknitterte Oberfläche.

Sonntagsarabesken #115

Er will nicht mehr hören, das Geräusch des fallenden Regens durchdringt ihn, das Prasseln der Wassertropfen auf dem winterlich eisbedeckten Dach, von keuchendem Kinderlachen unterlegt; er denkt sich hinaus auf die Weite einer feucht glänzenden Nachtautobahn, deren schartige Haut von den huschenden Lichtern motorisierter Glühwürmchen in unregelmäßigen Abständen erhellt wird.