Nimbuismus

Ich tu aus Kunstineressiert und bin nett, Kotlett.
Wer sagt ich bin träge der hat recht dich wer mich kennt den mach ich Boss. Frosch.

Nein, ich bin nicht dicht oder sonst etwas, das ergibt Sinn, nur eben nur im richtigen Zusammenhang.

Sonntagsarabesken #119

In der Wohnung ist es dunkel und eisig kalt. Er geht langsam in die Küche und öffnet das Fenster. Das regennasse Pflaster des Innenhofes zeigt sich mit rostbraunen Blättern beklebt. Sein Blick taumelt in die Tiefe, fällt in den Abgrund, den schüchtern glitzernden Spuren hinterher, die ein luftig leichter Fuß auf gläserner Leiter hinterlassen hat. Weiterlesen

Neue Kommentargewohnheiten

Nicht nur den werten Lesern meiner Seite wird aufgefallen sein, dass wir hier auf einer eigenen Domain hausen und dass die Kommentare nun ein wenig anders abgegeben werden, auch ich muss jetzt mit einer völlig neuen User-Experience leben. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #118

Er sah es ihrem Gesicht an. Er sah es der Drehung ihrer Schulter an. Er sah und wußte es im selben Moment. Sein Blick schweifte in die Unendlichkeit ab, aus Verzweiflung ziellos geworden, denn wo Worte nichts mehr vermögen sind auch Blicke ihrer Macht beraubt, vor allem, wenn sie unerwidert bleiben. Weiterlesen

Nachtrag zu „3 Tage, In 3 Tagen, In 3 Tagen bist du tot“

Wie ich hier schon berichtet habe, habe ich nach der verpatzten Premiere eine E-Mail geschrieben, die der Chefetage (also deren aushilfsstudentischer Firewall) mitteilen sollte, was hier vonstatten ging. Hier die Antwort, kommentiert:

danke für Ihr Feedback, ich bitte um Verzeihung für die verspätete Antwort!

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Guten Morgen!

Stop-Schild

Guten Morgen! Gut geschlafen? Ja? Schön! Nett aufgewacht? Sonnenstrahlen und so? Fein! Bei mir sieht’s nämlich so aus, dass ich mich nur mehr schreiend unterhalten kann, weil irgendwer auf die glorreiche Idee gekommen ist, an einer Kreuzung – an meiner Kreuzung!!! Weiterlesen

Projekt 52:52

Projekt 52:52 steht für 52 Bücher in 52 Wochen und soll endlich aus in Bücherregalen abgestellten Büchern in Bücherregalen abgestellte, gelesene Bücher machen. Wer mir also einmal quer durch die Literatur folgen möchte, der hat hier die Leseliste! Weiterlesen

Sonntagsarabesken #117

In den Augenblicken, die man glücklich verbringt, in denen man in Glück ertrinkt, sich treiben läßt, sein Inneres an die Außenhaut geheftet trägt, sich verwundbar dem Tag darbietet, in Deinen Armen liegend, an Deiner Schulter dösend, kann man sich nichts Schöneres vorstellen und keine Steigerung und kein Ende. Weiterlesen

Weihnachtsstimmung irgendwer?

Ist schon jemand in Weihnachtsstimmung, liebe Leser? Irgendwer einen Weihnachtsbaum? Eben. Wozu auch. Weihnachten ist passé.

Wir brauchen unsere Wohnungen und Häuser nicht aufzuheizen, um ein einziges Mal im Jahr wohlige Wärme zu empfinden, wir brauchen nicht in die Stadt zu wandern, um exotische Früchte kaufen zu können, wir brauchen nicht das Gericht zu kochen, das die meisten Ressourcen verbraucht, wir brauchen nicht den Geruch von Weihrauch und anderen Gewürzen einzuatmen, denn wir können uns diese Gerüche an jeder Ecke kaufen, wir brauchen keine Lieder zu singen, denn singen können wir ja alle nicht mehr, wir brauchen keine Beutel füllen, denn verpackt sind die Geschenke ja eh doppelt, wir brauchen die Familie nicht versammelt, denn sie ist sowieso immer da, wir brauchen uns nicht auf Gekochtes freuen, denn für uns wird täglich gekocht, wir brauchen uns die Einfachheit der Sprache nicht anzutun und irgendwelche Weihnachtswünsche auszusprechen, denn Autoren formulieren uns sowieso vor, was zu sagen ist, sie lassen uns etwas denken, das wir nicht sagen können, wir brauchen keine Instrumente, denn die CD ist interessanter, wir brauchen nichts Einfaches, denn das Schwierige ist en vogue, wir brauchen keine Umarmungen, denn die gibt es erst am Totenbett, wenn wir nicht geschäftlich unterwegs sind, wir brauchen keine Gewürze, denn wir kommen nicht an sie ran. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #116

Alte Stadt aus Rosenstein. Während hier noch die glitschigen Fäden unterkühlten Lichtes aus den Ritzen grauer Wolkendecke hängen, wirbelt ein Sturm der Bilder den ölig glatten Fluß von unten her auf, und der Schlamm verlorener Tage tritt an die jäh zerknitterte Oberfläche. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #115

Er will nicht mehr hören, das Geräusch des fallenden Regens durchdringt ihn, das Prasseln der Wassertropfen auf dem winterlich eisbedeckten Dach, von keuchendem Kinderlachen unterlegt; er denkt sich hinaus auf die Weite einer feucht glänzenden Nachtautobahn, deren schartige Haut von den huschenden Lichtern motorisierter Glühwürmchen in unregelmäßigen Abständen erhellt wird. Weiterlesen

Alltag

Der Tag beginnt gut. Ich bin ausgeschlafen und bestens gelaunt. Ich habe Glück, da mein Frühstück, im Gegensatz zu Patricks, nicht verdorben, alt oder schlecht ist. Nach dem Frühstück, pilgere ich in den Computerraum der Universität. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #114

Das Licht rinnt als zähflüssige Masse in die leichte Wölbung der Zimmerdecke. Die gekehlten Stuckleisten füllen sich mit bernsteinfarbenem Honig. Vor dem Fenster fallen große Schneeflocken auf nassen Asphalt. Scharlachrote Blätter kleben an der Scheibe. Herbst und Winter, in Schatten- und Farbflecken vereint, gefangen im Wirbel einer von Süden und Westen her tobenden Windschlacht. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #113

Wintergefühle, die den Sommer einholen. Feine Eiskristalle tanzen im Schein der Straßenbeleuchtung. Wir haben gefunden, was wir immer gebraucht und doch nie erhofft hatten. Wir sind einander in die Arme gefallen, taumelnd, sturmgetragen, kopflos, lustvoll, beschleunigt von der rasenden Kraft einer Liebe, die dem Gefühl im Bauch den höchsten Stellenwert einräumt, ganz gleich, was der entthronte Herrscher einer Alten Welt, der dem Kopf innewohnende Verstand, auch dagegen einzuwenden versucht. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #112

Über das Meer hallender Schrei, der sich in den wirbelnden Brandungswellen fängt; so klingt die dunkle Zeit des Jahres, ein häßliches Ersticken des Lebendigen, zischend vergehende Flamme. Das flammend rote Haar der Venus malt blutige Schlieren auf die spiegelglatte See. Weiterlesen

Geschmack

Schon gegessen? War’s gut? Ich esse in letzter Zeit weniger weil ich hungrig bin und mehr aus Vernunft. So ein Vernunftessen macht es leicht, Nahrung zu bewerten und sie auch abzulehnen, wenn sie nicht den persönlichen Vorlieben entspricht. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #111

Der Blick des Prinzen war umschattet. Er starrte auf das verbrannte Land, die qualmenden Felder, bedeckt von zerfetzten Menschenkörpern und Pferdekadavern. Hinter seinem Rücken gurgelte das Gemurmel der Stabsoffiziere wie eine giftige Quelle. Er wollte nicht hinhören. Weiterlesen

Wir sind Nationalfeiertag!

Wir haben Gulasch und Eurofighter, Mozart und Mundl, Dancing Stars und Danielle Spera, Christian Clerici und Confetti, die Zeit im Bild und Wien Heute, Ö1 und Ö3, die U-Bahnen U1, U2, U3, U4, nach wie vor keine U5, dafür aber eine U6, wir haben viele Ausländer hier in unserem Land, aber 14,9% wollen sie hier nicht, wir haben Schüssel, Strache, Gusenbauer und die Arabeskenmaschine, Nimbus und Philomenon und das Bundesheer. Weiterlesen

Sonntagsarabesken #110

Eiskristalle liegen in der Luft. Ich verfolge den leuchtenden Regenbogen ihres Schals durch die Stadt; die Lichter schwinden vor dem Heranrollen der Herbstnacht. Hand in Hand und Herz in Herz, veschränktes Leben, das vor lauter Freude den eigenen Schatten jagen will. Weiterlesen