Domainumzug. Und was da auf einen zukommt.

Diese Website wurde unter dem Namen „Michael’s Remarks“ groß, doch stellt sich in den letzten Monaten heraus, dass dieser Name immer weniger zu den hier publizierten Inhalten passte, da sie kaum mehr mit meiner Meinung zu tun hatten, andererseits wollte ich meinen Namen aus der URL für diese Seite entfernen.

Rebranding, die Leser, die Autoren

Wenn man ein solches Rebranding durchführt, dann wirbelt das einiges an Staub auf, denn man muss die ohnehin stets klickfaulen Leser dazu motivieren, die neuen URLs zu favorisieren, den neuen Newsfeed zu abonnieren und sich an das neue Logo (und das neue Design überhaupt) zu gewöhnen.

Ebenso musste ich mich selbst an den neuen Namen gewöhnen. Alle Artikel musste ich nocheinmal durchsehen, nicht mehr gültige Links ausbessern, sofern nötig, und natürlich das alles auf die eine oder andere Art und Weise promoten.

Hinzu kamen noch große Bedenken hinsichtlich all meiner Googlewerbung, der Text Link Ads, ReviewMe, Trigami, etc. – wie konnte ich diese Netzwerke davon überzeugen, dass hier ein erfolgreiches Rebranding durchgeführt würde und dass mein Pagerank nicht komplett in den Keller donnerte?

Cool URIs don’t change, sometimes, however, they have to

Mit dem Rebranding kam in logischer Folge der Wechsel der Domain. Dass allerdings ein Domainumzug nicht optimal ist (cool URIs don’t change, ich weiß), ist mir klar, notwendig war’s trotzdem. Für diejenigen, die aus irgendwelchen Gründen auch einmal zu diesem Schritt gezwungen sind, hier die Dinge, die zu berücksichtigen sind:

Zuerst, was einfach ist. Einfach deshalb, weil diese Aktionen völlig unabhängig vom Rest der Welt geschehen können.

  • Stelle sicher, dass deine alte Domain noch mindestens ein Jahr lang dir gehört.
  • Kaufe die neue Domain und konfiguriere sie.
  • Sieh zu, dass alle internen Links nicht auf die alte Domain verweisen.
  • Sieh zu, dass alle E-Mails, die deine Seite verschickt, mit der neuen Domain ausgestattet sind (Kontaktformulare, etc.).
  • Sieh zu, dass alle Umleitungen (sowohl URLs als auch E-Mails) und Weiterleitungen auf die korrekten Domains weiterleiten!
  • Konfiguriere eventuelle PlugIns auf die neue Domain.
  • Erstelle eine htaccess-Datei (Codebeispiel), die alle Einträge und Adressen der alten Domain auf die neue Domain umleitet. (In dem Fall werden alle Nicht-Neuedomains auf die neue Domain umgeleitet und die Spezialfallzeile ist da, falls irgendwelche Ordner doch nicht exakt gleich bleiben!)
  • Aktualisiere deine Newsfeeds, deine Profile, Links, etc. bei Diensten wie: FeedBurner und/oder anderen Feed-Burnern, reinvigorate, 103bees, Google Analytics und anderen Statistikanbietern, Google Webmaster Central, Alexa, Technorati, Flickr, del.icio.us, Blogger, WordPress, Gravatar, YouTube, upcoming.org, Twitter, Tupalo, Tumblr und all den anderen Web 2.0-Seiten!

Der mittelschwierige Teil. Mittelschwierig, weil man hier teilweise auf Fremde angewiesen und Argumentationsarbeit gefragt ist: Eine neue Domain bedeutet ein völlig neues Pageranking und völlig neue Bewertungen. Um die eigenen Marktpreise bei Rezensionen und Werbungen für die Domain bzw. das Listing überhaupt aufrecht erhalten zu können, ist viel Erklärungsarbeit nötig.

Der mühsame und somit schwierige Teil. Der mühsamste und somit schwierigste Teil des Umzugs ist das Durchforsten des Internets nach Links zur alten Domain. Hat die Seite einmal ein gewisses Schwergewicht erreicht, ist dieser Schritt sowieso hinfällig, weil man dafür Unmengen an Menschen anstellen müsste, die das tun. Hat man allerdings eine kleine private Website, kann es schon Sinn machen, die wichtigsten Seiten über den Umzug zu informieren. Ich führe hier nurmehr an, wie man an die Backlinks kommt.

  • Rufe Alexa Traffic Rankings auf > gib deinen alten Domainnamen ein > Get Traffic Details > Sites Linking In.
  • Rufe Google auf > Gib „link:“ und deinen alten Domainnamen ein, also link:altedomain.com.
  • Rufe den Yahoo Site Explorer auf > gib deinen alten Domainnamen ein > Klicke auf Inlinks.
  • Rufe Live Search auf > Gib „link:“ und deinen alten Domainnamen ein, also link:altedomain.com.

Resümee nach ein paar Monaten

Diesen Teil des Artikels habe ich am 14. August 2007, also ein paar Monate nachdem alle Änderungen durchgeführt wurden, das Rebranding abgeschlossen ist und die Domainweiterleitung eigentlich nicht mehr vonnöten sind, geschrieben.

dreitehabee hat Michael’s Remarks vollständig abgelöst. Weder bei Google noch bei Yahoo und all den anderen großen Suchmaschinen gibt es noch Verweise auf die michaelsremarks.org-Domain. Die meisten Blogger haben von sich aus auf die neue URL verwiesen und Verwirrung gab es keine, da ich mit dem Einsetzen der htaccess-Datei auch gleichzeitig einen Artikel gepostet habe, der den Umzug erklärt.

Probleme mit Werbung

Probleme hat es für mich als den Betreiber dieser Seite keine gegeben. Weder mit Google Adsense, noch mit Text Link Ads, noch mit ReviewMe oder Trigami. All diese Services haben mir sogar einen Vertrauensvorschuss zuteil werden lassen. Beispielsweise hat mir Text Link Ads (TLA) manuell einen Google Pagerank (PR) von 5 zugeschrieben, nachdem sie selbst überprüft haben, dass hier eine korrekte URL-Weiterleitung zum Einsatz kommt. Die Einnahmen, die ich durch Werbung mit TLA vorher gemacht habe, sind durch den Domainwechsel nicht gesunken.

Einzig und allein LinkLift hat Schwierigkeiten gemacht. Da hat es geheißen, ich solle meine Seite abmelden und sobald sie einen PR von 5 wieder erreicht hat, neu anmelden. Doch selbst als der PR erreicht war, geschah nichts. Auf mehrere E-Mails meinerseits wurde nicht reagiert und die Homepage teilt mir mit, dass meine Seite geprüft wird (seit drei Monaten!).

Zusammenfassung

Ein Rebranding gepaart mit einem Domainwechsel verursacht Arbeit und ein wenig Verwirrung, ist aber nicht eine Sache, die unmöglich ist. Beherzigt man die hier aufgelisteten Punkte, sollte alles soweit klappen. Google und andere Suchmaschinen stellen sich sehr schnell auf die neue URL ein, Werbenetzwerke, sofern man den Support aufklärt, auch (mit Ausnahme LinkLift).

Die Leser und Leserinnen benötigen ein wenig Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, aber auch sie sind nach spätestens einem Monat hier wieder „zuhause“.

Für Fragen en detail stehe ich jederzeit in den Kommentaren zu Verfügung!

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