Für Geld oder doch nicht?

Seit einiger Zeit schon gibt es unter Bloggern die Diskussion, ob man Blogs, die auch kommerziell Bloggen, also Artikel für Unternehmen oder deren Produkte gegen Bezahlung schreiben, kennzeichnen, wenn nicht gar brandmarken sollte. Es gibt natürlich zwei Meinungen, die sich an offensichtlich völlig anderen Vorstellungen von Blog brechen.

Die einen meinen, dass das Heiligste des Bloggens, nämlich die Neutralität des Autors, stets gewahrt bleiben sollte und der Leser sofort erkennen können sollte, ob es sich bei diesem und jenem Blog hier um eines handelt, das bezahlte Artikel anbietet oder ob die Artikel hier tatsächlich die Meinung des Autors widerspiegeln. Die anderen hingegen gehen davon aus, dass ein paar bezahlte Artikel zumindest die Kosten für Webspace und Domain wieder hereinbringen, insofern nichts gegen bezahltes Bloggen auszusetzen wäre, da ja bei den meisten Services, die momentan en vogue sind, sowieso redaktionelle Freiheit besteht, die es den Autoren von Blogs durchwegs möglich macht, auch Kritisches über das Produkt zu schreiben. Es ist halt keine Werbung, die man da macht, sondern Rezensionen, die man schreibt. Und dass die Neutralität eines Autors verloren geht nur weil er ein Produkt rezensiert, dass er an sich nicht rezensieren würde, das bezweifle ich stark.

Ich habe mich sowohl bei ReviewMe als auch bei Trigami angemeldet und habe für beide Services bereits Reviews respektive Rezensionen geschrieben. Während Trigami ganz klar ersichtlich eine Grafik einbettet, die dem Leser sowieso im Voraus schon klarmacht, dass der folgende Text eine Rezension eines Produktes sein wird, für die der Autor bezahlt wurde, ist das bei ReviewMe wesentlich undeutlicher oder unklarer, denn hier entscheidet der Autorselbst, wie er den Eintrag als Werbung markiert. In meinem Fall gleich doppelt, denn der Artikel wird sowohl im Titel mit einem vorangesetzten „Werbung“ gekennzeichnet als auch durch die Kategorie mit dem gleichen Namen. Ich denke also, dass jeder Leser, der hier vorbeischaut, wirklich leicht erkennt, dass es sich um eine bezahlte Rezension handelt.