Aggie Grey’s Tanzshow

Der 12. September 2007 in Samoa. Aufstehen, Obstfrühstück. Die Löcher in den Wänden des Hotelzimmers waren, das fiel mir beim Duschen auf, nach außen hin größer als nach innen, will heißen: wer draußen an unserem Zimmer vorbeiging, konnte, wenn er genau schauen würde, dem Duschenden zusehen, vom Zimmer aus ging das allerdings nicht. Ich duschte.

Der Tag verging leer und ohne besondere Vorkommnisse. Ich verbrachte ihn teils alleine, teils mit Personen, die mir lieb und teuer waren und teils mit Menschen, mit denen ich mich zwar gut verstand, deren Gegenwart mir allerdings gleichgültig war. Klar freute ich mich, wenn sie da waren, aber es machte keinen Unterschied, ob sie da waren oder andere. Das ist nämlich der feine Unterschied: Muss jemand da sein oder muss diese bestimmte Person da sein. Und sie war nicht da, lange Zeit nicht, bis wir uns endlich, das allerdings war schon später am Nachmittag, trafen. Zufällig. Ohne Plan. Dennoch.

Aggie Grey’s Tanzshow

Während der Tag verging, diskutierte ich immer und immer wieder mit meinen Reisegefährten, ob ich tatsächlich rund 25 Euro für eine Sing- und Tanzshow ausgeben wollte. Männer und Frauen in Bananenblättern bekleidet springen vor fetten amerikanischen, neuseeländischen und australischen Touristen herum, singen ohne dabei den Ton halten zu können, traditionelle Lieder, die sie selbst erst erlernen mussten und tanzen dabei Tänze, die ihnen eine amerikanische Choreografin asiatischer Abstammung beigebracht hat, damit es echt aussieht. Sollte ich dafür Geld ausgeben? Ich gab Geld aus. Mehr aus Langeweile als aus Interesse, aber die Cocktails waren ja auch nicht schlecht.  Für den nächsten Tag stand eine Sightseeingtour durch die Insel an, ich ging früher schlafen als sonst.

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