Alltag rein

Es geht schon wieder los in Wien. Der Weg zum Billa-Frühstückssemmerl hat sich heute völlig anders gestaltet als in den letzten paar Monaten. War der Laden bislang von Pensionisten bevölkert, die mit einer stoisch-gemütlichen Langsamkeit den Billaverkäufern beim Warenschlichten und der Kohlensäure in den Mineralwasserflaschen beim Hochsteigen zuschauten, so war das Bild heute ein völlig anderes: schreiende Kinder, die zwischen den Alten Slalomläufe absolvierten, Mütter, die sie davon abhalten wollten und Schultaschen überall. An jeder Ecke Waren, die durch eine Rechts- oder Linkskurve eines Slalomläufers auf den Boden befördert wurden, alle Kassen waren besetzt und das Gummizeugs, das seit Monaten sein trauriges Dasein fristete, war endlich wieder ausverkauft. Wahrscheinlich hätten die beim Billa die „Ware abgelaufen, 50% ermäßigt!“-Aufkleber drauftun sollen, aber welchem Kind fällt das schon auf? Die Gummibären waren weg, ebenso Snickers, Mars und Dinge, die erst nach mir kamen, die sauren Apfelbänder natürlich und die Colaflascherln. Ach ja: Beim Billa hatten sie heute erstmals wieder genügend Kleingeld!

Es ist dann wohl die Zeit gekommen, um Urlaub zu machen.

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