7 Gründe, die jetzt noch immer für Gmail sprechen

Wer einmal mit Gmail gearbeitet hat, kehrt selten wieder zu anderen Mailservices und -programmen zurück. Selbst Desktop-Programme wie Outlook, Apple Mail oder Thunderbird können Gmail-Benutzer nicht beeindrucken. Wer einmal mit Gmail gearbeitet hat, schätzt das System im privaten E-Mailverkehr. Doch warum ist das so?

Hervorragende Weboberfläche

Gmails Userinterface ist so gestaltet, dass selbst Desktopapplikationen wie Anfängerprogramme wirken: Aufgeräumt, immer nur die wesentlichen Funktionen im Blickfeld. Gmail zu benutzen ist eine feine Sache, das stellt jeder fest, der einmal mit dem System gearbeitet hat.

Großer, sicherer Speicher

Einer der Gründe, Gmail zu benützen, liegt in der Menge an Speicherplatz, die jedem Konto zugeteilt wird. Während andere Anbieter noch 10MB als viel Speicherplatz bezeichneten, rüttelte Google das Internet auf: 1GB Speicher wurde jedem Benutzer angeboten samt impliziter Wachstumszusage, will heißen, der Speicher wird andauernd mehr. Momentan sind wir bei 6,6GB! Dieses Speichervolumen ist allerdings nicht nur quantitativ hoch, sondern auch qualitativ abgesichert. Google kümmert sich um die Backups, Google macht alle Updates, Google warnt vor und löscht Viren. Der Speicher ist sicher und verlässlich.

Spamschutz, der funktioniert

Wer mit Gmail arbeitet weiß, dass Spam praktisch nicht mehr im Posteingang landet. Was auch immer Google sich da hat einfallen lassen – es funktioniert. Von Hunderten Spams, die täglich an mich gesendet werden, kommt pro Monat maximal 1 Mail in meinen Posteingang. Und ist das, so, kann ich dieses unerwünschte E-Mail mit nur einem Klick als Spam markieren und aus meinem Posteingang verbannen.

Archiv

Gmail löscht E-Mails erst auf expliziten Wunsch hin. Will man Mails aufheben, sie aber nicht löschen, so archiviert man sie. Dadurch verschwinden sie aus dem Posteingang, bleiben aber gesichert. In meinen Augen ist das das Feature von Gmail schlechthin. Warum können das Outlook, Thunderbird, Apple Mail und all die anderen Programme nicht? Ich will meine E-Mails nicht Kategorisieren müssen, ich will sie einfach nur irgendwo liegen haben, nicht aber im Posteingang.

Konversationen

Ein weiterer Fortschritt gegenüber anderen Mailprogrammen ist die automatische Darstellung von Mailnachrichten als Konversationen. Gmail erkennt, welche E-Mails zusammengehören und stellt sie als zusammenhängend dar. Apple Mail (und andere) kann das auch, doch ist Gmail weitaus besser justiert. Während Apple Mail zB Nachrichten von vor drei Jahren in einer aktuellen Konversation ablegt, macht das Gmail nicht. Was noch dazukommt: Gmail inkludiert in Konversationen nicht nur die Nachrichten des Postein- oder -ausgangs, sondern alle zum Thema gehörigen Nachrichten. Auch hier frage ich mich, warum das andere Mailprogramme nicht können?

Suche

Googles Stärke liegt im Suchen und Finden von Informationen. Und das merkt man, wenn man das Suchmodul von Gmail startet. Ich habe in knapp 40.000 über die Jahre angesammelten Nachrichten auf einmal genau die Nachricht gefunden, nach der ich gesucht habe; samt aller Antworten. Gelingt Ihnen das mit Thunderbird oder Outlook? Wohl kaum. (Wahrscheinlich schon allein deshalb, weil das Programm nicht mit 40.000 Mails fertig wird!)

Gratis, Werbung, IMAP und POP

Ein weitere Aspekt, der für Gmail spricht, ist, dass der E-Mail-Service völlig kostenfrei ist. Google sponsert Gmail durch eingeblendete Werbung, die aber nicht auffällig, unpassend und lästig ist, sondern dezent seitlich eingeblendet wird. Auch wird ausgehenden E-Mails keine Werbung angehängt, wie das beispielsweise GMX gern tut. (Ach ja, es gibt auch kein GMX-Magazin, das man sowieso sofort löscht…) Wer komplett auf Werbung verzichten will, kann seine E-Mails über IMAP oder POP abrufen. Auch ein Service, den Gmail anbietet.

Das sind meine 7 Gründe, die für Gmail sprechen, auch wenn seit der Einführung von Gmail am 1. April 2004 Thunderbird, Apple Mail, Entourage und Outlook stark verbessert wurden. Solange kein Mailprogramm angeboten wird,

  1. dessen Spamschutz wie der von Gmail funktioniert,
  2. das eine Archivierungsfunktion hat,
  3. das Einzelnachrichten in Konversationen intelligent organisiert,
  4. das kostenlos ist,
  5. dessen Oberfläche leicht zu bedienen ist,
  6. das automatisch Backups erstellt und diese auch verwaltet und
  7. das eine Suchfunktion hat, die aus zig tausenden Mails die richtige herausfiltert und in Zusammenhang einer Konversation (siehe 3) darstellt,

werde ich bei Gmail bleiben.

Zwei Anmerkungen: M2 und Gmail via IMAP

M2 ist das Mail-Modul des Browsers Opera. Und egal was man von Opera hält, M2 funktioniert – ähnlich gut wie Gmail. Gäbe es M2 als Standalone-Programm für den Mac, es wäre mein lokales Mailprogramm. Doch auch bei Opera kam der Gedanke noch nicht durch, dass weniger manchmal mehr sein kann.

Ich habe es probiert, Gmail via IMAP in Apple Mail abzurufen. Das funktioniert einfach nicht. Der Komfort, den man von der Webmail-Oberfläche in Gmail gewöhnt ist, erreicht Apple Mail bei weitem nicht. Da kann es mit noch so vielen Zusatzfunktionen punkten.

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