Ein Mal Embryo mit Behinderung, bitte!

Ein englisches Paar, beide sind gehörlos, will durch Embryonenselektion dafür sorgen, ein gehörloses Kind zu bekommen. Das ist krank.

Alles Mögliche könnte sich im Nachhinein als geradezu glücklicher Umstand herausstellen, auch Taubheit. Ob sie nur für sich genommen nachteilig ist, erfahren wir so aber nicht. Dazu müssten wir gedanklich davon absehen, was wir über die Geschichte des Umgangs mit ihr wissen. Taubheit als Kulturzustand ist die Kunst des intersubjektiven Umgangs mit einer Beeinträchtigung. Taubheit für sich genommen ist die Beeinträchtigung selbst.