Lassen Sie es bleiben!

Es kann vielleicht auch nur Einbildung sein, aber mir kommt vor, dass die Anzahl der aktiven, deutschsprachigen, selbst gehosteten Blogs endlich sinkt. „Endlich“ deshalb, weil die Auslese hier äußerst positive Nachwirkungen hinterlässt: In meinem Feedreader finden sich zwar auf die Frequenz bezogen immer weniger Artikel, auf die Qualität bezogen hingegen immer mehr. Ein netter Nebeneffekt: Die „Immer-vorne-mit-dabei-Blogs“ (wie beispielsweise Basic Thinking) nehmen an Bedeutung stark ab; sie haben ein Level an Nachrichtendurchsatz und Unpersönlichkeit erreicht, das von automatisierten Systemen wie beispielsweise dem hervorragenden Rivva.de genausogut abgedeckt werden kann.

Wo aber sind sie nun hin, die Autoren ohne Blogs? Die Frage ist leicht beantwortet: Man zieht um zu wordpress.com, Blogger, Tumblr oder – im allerübelsten Fall – Twitter. Ist man allerdings bei letzterem angelangt, kann man’s eigentlich gleich sein lassen. Vielleicht aber nimmt man sich unter Bloggern doch zu Herzen, was Lorelle Van Fossen in einem ihrer letzten Artikel gefragt hat: „Warum bloggt man überhaupt„? Die Referenz auf einen Vorgängerartikel könnte nicht passender sein: Wann weiß man, dass man mit dem Bloggen aufhören soll?