Das Tumblr-Konzept

Wer braucht noch WordPress oder andere hochtrabende Content Management Systeme (CMS) wenn sowieso alle auf die eine oder andere Weise „tumbln“? Auf dreitehabee wie auch auf fast allen Blogs, die ich per Newsfeed abonniert habe, gibt es mal lange Artikel, mal kurze, mal nur Videos, manchmal nur Lieder oder Bilder! Auch der andauernde Bedarf nach Asides ist überall groß und jeder halbwegs talentierte Autor einer Designvorlage berücksichtigt das auch gleich. Ja, selbst wirklich große Namen in der Bloggerszene tumbln ab und an (oder reduzieren ihre Artikel sowieso auf die Qualität eines Tumblr-Eintrags). Kurzum: Wozu sich die Mühe mit WordPress oder anderen CMS antun, wenn man es mit den Features, die Tumblr anbietet, ebenso bewerkstelligen kann? Keine Ahnung. Das, was bei Tumblr fehlt, kann man schnell mit einem einfachen Eingriff in den Quellcode der Seite ausbessern, die Kommentarfunktion holt man sich von disqus, ja selbst gegen Werbung haben die Betreiber von Tumblr nichts, es darf nur nicht der Eindruck entstehen, der Sinn und Zweck der Seite sei es, alle Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Online-Shop zu lenken (Im E-Mail, in dem mir das bestätigt wurde, wurden zum Beispiel Google AdSense-Werbungen wörtlich als „völlig in Ordnung“ dargestellt).

Nun? Was spricht also für den Durchschnittsblogger noch für das mühsame Aufsetzen, Warten und Betreiben eines CMS? Ja, was spricht sogar für höchst erfolgreiche Blogger mit unvorstellbaren Besucherzahlen für ein CMS?