Jedem Medium sein Interface

Jedem Medium seine Logik, sein Interface und sein Design. Ben Brooks kritisiert Apples Entscheidung, das neue Interface von iCal der papiernen Vorlage noch näher zu bringen und somit weniger auf die Möglichkeiten des Mediums Computer, iPhone bzw. iPad einzugehen. Er sieht darin einen konzeptionellen Fehler, denn gerade diese Medien könnten Kalenderübersichten ganz anders darstellen, als es Papierkalender jemals können.

Brooks hat in einem Artikel von letztem September schon einen Vorschlag gemacht, wie ein auf elektronischen Medien besser nutzbares Kalendersystem gestaltet sein könnte. Zusammengefasst: Anstatt einer Liste von 5-7 Spalten, in der die Wochentage und die dort angelegten Termine angezeigt werden, schlägt er eine Kalenderansicht vor, die aus nur 5 Spalten besteht, wobei die erste – Überschrift: Heute – breiter ist als die anderen und die Termine genauer darstellt als die restlichen vier. Letztere sind wiederum aufgeteilt in “Morgen”, gefolgt von den nächsten zwei Wochentagen und einer Spalte, in der die Termine in der nächsten Zukunft angezeigt werden.

All diesen Überlegungen liegt ein Verständnis des Mediums Computer zugrunde, das Apple mit seinem neuen Kalenderdesign nicht einbringt. Ich stimme ihm also zu, wenn er zum Schluss kommt, dass das neue iCal-Interface schlichtweg nicht zweckmäßig ist.

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