Über den blauen Fleck, der eine Begegnungszone sein soll

Horst Prillinger über den blauen Fleck auf der Mariahilfer Straße, der eine Fußgänger- und Begegnungszone darstellen soll.

Verkehrsteilnehmer nehmen ihre Umgebung sensuell, nicht rationell wahr. Die Straße beginnt, wo die Gehsteigkante ist. Auf gepflasterten Gehsteigen ist die Gehgeschwindigkeit niedriger als auf asphaltierten. Wo es laut ist, wird niemand verweilen. Etwas, das wie eine Straße aussieht und sich wie ein solche anfühlt, ist und bleibt eine Straße, egal welche Schilder und Bodenmarkierungen dort zu finden sind. Eine Fußgängerzone wird weder von den Fußgängern noch von den anderen Verkehrsteilnehmern als solche wahrgenommen, so lange es eine vom Gehsteig getrennte Fahrbahn gibt, egal, ob diese als solche benutzt wird oder nicht.

Mehr als häufig verlinkt, weil es einfach wahr ist.

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