Secret. PostSecret.

In Secret, einer App, mit der man der Welt angeblich anonym Geheimnisse anvertrauen kann, postet man nicht ganz so anonym wie angenommen. Die App wurde allerdings nicht gehackt. Die Aufhebung der Anonymität erfolgte mit Bordmitteln.

After months of research, Caudill and Seely figured out how to read what their contacts were posting on the app, which could mean insightful tidbits into relationship problems, emotional issues and workplace gossip. […] Secret typically shows a stream of posts from friends and friends-of-friends. But it will only show that stream if a user has more than eight friends using the app, to avoid identifying them. Caudill and Seely worked around this by downloading Secret on a spare iPod Touch, and creating dozens of fake “friends” with accounts, along with one real friend who was on Secret. Since the fake friends were dummy accounts, the only account that posted was the real friend – hence the reveal.

Vielleicht sollten Geheimnisse doch eher geheim bleiben? In dem Zusammenhang erinnerte ich mich wieder an eine Website, über die ich vor etwa zehn Jahren gestolpert bin: PostSecret. Dort ist die Möglichkeit enttarnt zu werden deutlich geringer, denn die Geheimnisse und Geständnisse werden per Postkarte eingeschickt, danach eingescannt und veröffentlicht. Und im Gegensatz zu den größtenteils dämlichen Einzeilern auf secret.ly, gibt es auf PostSecret deutlich härteren Tobak, auf den ich gerne verlinkt hätte, doch ändert PostSecret offenbar seine Permalinks recht häufig…