Static-Site-Generator raus, WordPress rein

Don Melton hat seinen (selbstprogrammierten) Generator für statische HTML-Seiten zugunsten WordPress aufgegeben. Seine Argumente sind für diejenigen verständlich, die Inhalte transportieren, aber nicht am Transportmittel tüfteln wollen.

While the free-range, handcrafted, artisanal nature of the HTML previously here afforded me a certain self-righteous smugness, a static generator can be pain in the ass to use every day.

Zapatous „Best of Web“ 2015

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Zapatou, das ist der Herr, der schon 71 Coverversionen von Adeles „Rolling in the deep“ ansehbar gemacht hat, hat die besten 506 YouTube-Videos aus 2015 in einen Jahresrückblick verpackt. Und diese zwanzig Minuten anzusehen, lohnt sich. Wie immer wird viel gesprungen, gefallen, fotografiert, getanzt und musiziert.
Was also sehe ich da? Alles das, was ich gerne getan hätte. Ich bin halt „nicht dazugekommen“. Wie jedes Jahr. Und ihr so?

Beitragsformate: Mehr Fluch als Segen

Leider hat WordPress einen Schwenk gemacht als es um die Implementierung von Beitragsformaten ging. Das bei Tumblr so erfolgreiche Konzept von dedizierten Formaten für Text-, Link-, Bild-, Galerie-, Audio-, Video- und Chat-Beiträgen wurde seitens WordPress nur halbherzig (und mit für mich nicht nachvollziehbaren Logiken) umgesetzt. Jetzt, wo meine Seite in neuer Optik erscheint, bin ich motiviert, alles rückgängig zu machen. Etwa 500 Beiträge konnte ich automatisiert in das Standardformat konvertieren, die übrigen manuell.

Wie schon vor einige Zeit hier festgehalten: Solange man sich an die impliziten Regeln hält, funktioniert es. Andernfalls drohen Friktionsverluste.#

3 Sekunden bedeuten „gesehen“, 99,9% aller Views bedeuten „früh genug“

Ein Facebook-Nutzer lädt ein Video von YouTube herunter und bei Facebook (unrechtmäßig) wieder hoch. Da Facebook den eigenen Player gegenüber externen Playern algorithmisch bevorzugt, verlieren die Produzenten des Videos Werbeeinnahmen, Facebook profitiert jedoch vom illegal hochgeladenen Video – behauptet zumindest Hank Green in Theft, Lies, and Facebook Video.

A380. Jetman. Dubai.

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Das größte Passagierflugzeug der Welt. Zwei Jetman-Piloten. Die Skyline von Dubai. Viel cooler geht nicht.

Weltumrundung mit Ruderboot, Kajak und Fahrrad

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Sarah Outen ist mit dem Ruderboot, dem Kajak und dem Fahrrad von London nach London gereist und hat dabei die nördliche Hemisphäre umrundet. Auch sie musste (wie Matt) die Werbefahne hochhalten, hat aber ebenso vieles gesehen und erlebt.

Outen hat die letzten vier Jahre damit verbracht, die Welt kennenzulernen; ihr habt auf Facebook Statusmeldungen geschrieben.

Das ist keine „eigene Meinung“, das ist Schwachsinn.#

Jef Rouner hat einen der wichtigsten Artikel, die mir in letzter Zeit untergekommen sind, geschrieben. Er diskutiert den Unterschied zwischen eigener Meinung und völligem Schwachsinn. Den Einsteig macht dieses Zitat:

I have had so many conversations or email exchanges with students in the last few years wherein I anger them by indicating that simply saying, „This is my opinion“ does not preclude a connected statement from being dead wrong. It still baffles me that some feel those four words somehow give them carte blanche to spout batshit oratory or prose. And it really scares me that some of those students think education that challenges their ideas is equivalent to an attack on their beliefs.

Und genau hier setzt die Sollbruchstelle an, die bei einigen leider zu wenig perforiert ist. Es gelingt ihnen nämlich nicht, das, was sie als „eigene Meinung“ vertreten in Relation zu einer aufgeklärten Meinung oder sogar einem Faktum abzugrenzen. Probiern wir es mit Rouners Erklärung. Was ist eine „eigene Meinung“?

An opinion is a preference for or judgment of something. My favorite color is black. I think mint tastes awful. Doctor Who is the best television show. These are all opinions. They may be unique to me alone or massively shared across the general population but they all have one thing in common; they cannot be verified outside of the fact that I believe them.

Und worin unterscheidet sie sich von Schwachsinn?

Let’s say I meet a fellow Doctor Who fan, and this fan’s favorite Doctor is David Tennant. Nothing wrong so far. However, upon further discussing the subject this fan tells me that he or she has never seen any of the pre-2005 episodes or heard any of the radio plays. Now, it’s possible that even if he or she had done so that David Tennant would still be his or her favorite Doctor, but it’s also possible that it would be Tom Baker or Paul McGann or someone else. […] Having reached a narrow opinion from a narrow set of information is only natural. […] What mucks it all up is when a narrow set of information is assumed to be wider than it is. There is a difference between a belief and things you just didn’t know.

In other words, you can form an opinion in a bubble, and for the first couple of decades of our lives we all do. However, eventually you are going to venture out into the world and find that what you thought was an informed opinion was actually just a tiny thought based on little data and your feelings. Many, many, many of your opinions will turn out to be uninformed or just flat out wrong. No, the fact that you believed it doesn’t make it any more valid or worthwhile, and nobody owes your viewpoint any respect simply because it is yours.

Sicherlich könnte man jetzt argumentieren, dass die Einschränkung des Informationsstandes auf jeden Fall willkürlich ist. Aber gehen wir doch für einen Moment davon aus, dass zwei Menschen, die sich über ein Thema unterhalten, dazu befähigt sind, sich auf die Grenzen eines Themenbereichs zu einigen.

Okay, gehen wir nicht davon aus. Oh je.

Wie Gmail funktioniert#

Alle, die verstehen wollen, wie Gmail funktioniert, lesen jetzt Jeff Goulds „The Natural History of Gmail Data Mining„. Keine Sorge, hier lamentiert niemand über das Offensichtliche. Vielmehr ist der Artikel ein Lehrbuchbeispiel für präzises Planen, strategisches Handeln und situationsgerechtes, weil faktenbasiertes, auf Argumentation und Abwägung aufbauendes Entscheiden. Ein Beispiel (von vielen):

The most striking thing about the early Gmail patents is how exhaustive they were in attempting to anticipate every conceivable attribute of an email message that might one day be exploited for ad targeting purposes. In many cases it would be years before Google was actually able to make these ideas operational in Gmail. The first version of ad serving in Gmail exploited only concepts directly extracted from message texts and did little or no user profiling — this method would only be put into practice much later. Some attributes have still not been implemented today and perhaps never will be. For example, as far as I know, Google does not reach into your PC’s file system to examine other files residing in the same directory as the file you attach to a Gmail message, even though the patents explicitly describe this possibility.

Jeff Goulds Artikel fasziniert. Und doch darf man nicht vergessen, dass es hier um Werte geht (im konkreten Fall um 60 Milliarden US-Dollar), die aus Daten extrahiert werden, die niemand zu verbergen braucht, weil niemand was zu verheimlichen hat. Stattdessen halt herschenken.

Weniger Stromverbrauch durch laufende iOS-Apps

Ja, auch ich habe iOS-Apps, die im App-Switcher sichtbar waren, manuell beendet. Ja, auch ich bin davon ausgegangen, dass die Apps, auch, wenn sie nicht mehr aktiv sind, noch einige Zeit lang (es sind übrigens genau zehn Minuten) im Hintergrund weiter ausgeführt werden und deshalb Strom verbrauchen.