Arrival

Endlich ein neuer Film über das Aufeinandertreffen von Menschen und Aliens. Die Hauptrolle, zumindest im Trailer, scheint keine muskulöse Actionfigur zu sein, sondern eine bedachte Linguistin. Das lässt darauf hoffen, dass der Plot sich nicht gänzlich in den Worten Crash-Bumm-Bang wiederfindet, sondern darüber hinaus zum Denken anregt. Nach „Star Trek: Beyond“ oder „The Martian“ kann es im Bereich Science Fiction-Filme eigentlich nur noch besser werden.

Ganz besonders freut mich, dass „Arrival“ auf Basis eines 1998 erschienenen Buchs entstanden ist. Ted Chiangs „Story of Your Life“ richtet den Fokus seiner Geschichte weniger auf die Ankunft von Aliens, als viel mehr auf das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Sprach- und damit auch Denksysteme:

The heptapods have two distinct forms of language. Heptapod A is their spoken language, which is described as having free word order and many levels of center-embedded clauses. […] Unlike its spoken counterpart, Heptapod B has such complex structure that a single semagram cannot be excluded without changing the entire meaning of a sentence. […] When writing in Heptapod B, the writer knows how the sentence will end. The phenomenon of Heptapod B is explained by the alien’s understanding of mathematics and Fermat’s principle of least time. […] the heptapods‘ writing system affects the way [one] perceives time and suggests a deterministic universe where free will is exercised by not affecting the outcome of events.

Starke Themen und eine starke Verbindung von Sprache und Denkmöglichkeit. Dass mir sowas gefallen würde, war ja wohl klar. Ob ich dafür ins Kino gehen werde, ist aber angesichts der momentan herrschenden Besucherkultur leider fraglich. Den Film ansehen werde ich auf jeden Fall, Ted Chiangs Buch, das auch die Kurzgeschichte „Story of Your Life“ enthält, ist schon am postalischen Weg zu mir.

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