Facebook hat eine „Schluss machen“-Funktion

Facebook hat, wie ich soeben entdeckt habe, eine Schluss machen-Funktion. Der Konzern will uns, die wir uns soeben von unserem Partner oder unserer Partnerin getrennt haben, dabei helfen… Ja, wobei eigentlich? Denn die Auswahl der Tools, die der Konzern uns anbietet, ermöglicht bestenfalls, was beleidigte Teenager (oder wirklich blöde Menschen) tun würden:

See less of a former partner’s name and profile picture around Facebook without having to unfriend or block them. Their posts won’t show up in News Feed and their name won’t be suggested when people write a new message or tag friends in photos. […] Limit the photos, videos or status updates that a former partner will see. […] Edit who can see their past posts with a former partner and untag themselves from posts with that person.

Mit diesen faszinierenden Möglichkeiten steht der Trennung also nichts mehr im Wege. Was unsere Eltern und Großeltern noch tun mussten – Rückzug, Gespräche mit Freunden, Reflexion, Nachdenken, Lernen, mit der Situation umzugehen – bleibt uns dank Facebook erspart. Bei uns kümmert sich nämlich ein Algorithmus darum, dass wir vom ehemaligen Partner oder der ehemaligen Partnerin ungestört unsere Zeit auf Facebook verbringen können. Und wenn der Algorithmus nicht reicht, dann natürlich die vielen Therapiezentren, Beziehungs- und Trauerkonsulenten, die wohl häufiger als sonst in den eingeblendeten Werbungen auftauchen.

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