Adoptly, Tinder fürs Adoptieren

Adoptly ist eine App, die die Auswahl von zu adoptierenden Kindern in einer Tinder ähnlichen App ermöglichen soll. Und das funktioniert so: Potentielle Adoptiveltern bekommen nach ihren persönlichen Wünschen bereits vorausgewählte Bilder von Kindern zu sehen. Ob sie das Kind adoptieren wollen oder nicht, wird innerhalb weniger Sekunden durch einen Wisch nach rechts (ja) oder nach links (nein) entschieden.

Für die App und den dahinterliegenden Service gibt es eine Kickstarter-Kampagne, die am 12. Jänner 2017 online gegangen ist und zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits USD 4.000 (von USD 150.000) erreicht und damit immerhin 16 Personen angesprochen hat.

Ist das Satire oder Fake? Niemand weiß das so genau. Bei The Verge ist man sich nicht sicher. Engadget hat sich angesehen, wie Adoptionen in den USA für gewöhnlich ablaufen und die Idee, Kinder nach bestimmten Kriterien zu filtern und dann auszuwählen, ist keineswegs ungewöhnlich. Abstoßend ist jedoch, wie Adoptly an die Sache herangeht.

Using the Tinderlike UI, something that rose to prominence in an app meant for finding a hookup, feels wrong. That sense of wrongness extends throughout everything Adoptly is doing, from its tagline to the video on the company’s Kickstarter page. At one point in the promo, a young couple is looking for their perfect child, swiping left and right as the voice-over says, „Just swipe right if you’re interested or left to keep looking.“ It’s a delicate choice of words for what essentially amounts to „I’m rejecting this child in need based on this photo and basically nothing else.“

Und weiter…

If an adoptable child „likes you back“ (which in this case means that the agency sponsoring the child accepts your request for more information), you can chat directly in the app. Adoptly says that all „liking back“ and chat communication are done under the supervision of the foster care or agency responsible for the child. But whether you’re chatting with an adoptable child or the agency, the video makes this extremely personal interaction into something decidedly less so. I don’t know about you, but I wouldn’t be dropping an „OMG“ and emoji when I’m presenting myself as a parent ready to adopt a child. In the Adoptly world, that’s a perfectly reasonable way to behave.

Vielleicht gibt es ja auch ein 14-tägiges Rückgaberecht.

Hoffen wir, dass das Fake oder Satire ist. Aber niemand kann behaupten, die Möglichkeit einer solchen App im ersten Moment nicht akzeptiert zu haben.

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