Wenn ich tot bin, wenn du Vater wirst…

Ein todkranker Vater hat seinem Sohn Briefe geschrieben, die er zu bestimmten Zeiten öffnen sollte. Der Vater war erst 27 Jahre alt, als der Sohn „Wenn ich tot bin“ öffnen musste. Sein ganzes Leben hindurch würden ihn Briefumschläge mit Titeln wie „Wenn du deinen ersten Kuss bekommst“, „Wenn du heiratest“, „Wenn du Vater wirst“ oder „Wenn deine Zeit gekommen ist“ begleiten.

Mein lieber Sohn,

wenn du das liest, bin ich bereits tot. Es tut mir leid. Ich wusste, dass ich sterben würde.

Ich habe es dir nicht gesagt, weil ich dich nicht weinen sehen wollte. Das ist mir gelungen. Ich finde, ein Mann, der bald sterben wird, darf ein bisschen egoistisch sein.

Wie du siehst, kannst du immer noch viel von mir lernen! Du hast nämlich auch wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung. Deswegen habe ich dir diese Briefe geschrieben. Du darfst sie immer erst vor dem jeweiligen Moment öffnen, OK? Das ist unser Deal.

Ich liebe dich. Kümmer dich um deine Mutter. Du bist ab jetzt der Mann im Haus.

In Liebe, dein Papa.

PS: Deiner Mutter habe ich keine Briefe geschrieben. Sie bekommt mein Auto.

Eine wirklich beeindruckende, lesenswerte, traurige und faszinierende Geschichte von Rafael Zoehler.

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