Uber verliert Lizenz in London

Uber hat seine Lizenz als Fahrdienstvermittler in London verloren, da das Unternehmen keine unternehmerische Verantwortung zeige:

Die Behörde Transport for London erklärte, Uber sei nicht „fähig und geeignet“, um eine neue Lizenz zu erhalten. Das Verhalten des Dienstes könne Folgen für die Sicherheit seiner Fahrgäste und der Öffentlichkeit haben. Im einzelnen gehe es unter anderem um das Melden ernsthafter Straftaten und die medizinische Begutachtung der Fahrer. Die Behörde nannte keine konkreteren Kritikpunkte dazu. Uber entgegnete, man habe sich immer an die Regeln zum Melden von Straftaten gehalten. […] Die Arbeitsbedingungen seien prekär, Sicherheitsrichtlinie würden nicht befolgt, Steuern und Abgaben nicht ordnungsgemäß entrichtet. „Das Geschäftsmodell von Uber zeugt von einem Mangel an unternehmerischer Verantwortung“, sagte ein Sprecher von Transport for London am Freitag.

Uber veröffentlichte ein schwülstiges Statement dazu und startete eine Petition für den Verbleib.

Es lohnt sich, die Rülpser in diversen Kommentaren zu lesen, den Kopf zu schütteln, und den Bescheid der Behörde als Regulierung – und damit als Schutzmaßnahme – zu verstehen. Aber dieses Verständnis erfordert dann doch wieder Reflexion. Siehe Twitter.

Aktualisierung am 24.9.2017: Und schon kommt die „male white commentators“-Keule, mit der die Entscheidung der TfL relativiert wird.

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