Jaron Lanier nimmt Social-Media-Nutzer in die Pflicht

Jaron Lanier nimmt Nutzerinnen und Nutzer von Social Media in die Pflicht. Sie müssen sich entscheiden, ob sie entweder ihre Accounts löschen oder ob sie sie behalten und lernen, was da eigentlich mit ihnen passiert. Für Jaron Lanier ist das Wissen über die Ausnutzung der Wechselwirkung zwischen Dopaminausschüttung und Social Media-Angebot (durch Konzerne wie Facebook, Twitter, YouTube und Instagram) Teil des digitalen Alphabetismus, der Selbstverantwortung und Mündigkeit.

People have to take responsibility to become literate in a new way if they are going to use the technology at all. So if you just can’t find it in yourselves to delete all your social media accounts, then you must take it upon yourself to really learn how it works. Learn how the addiction cycle works. Learn how the manipulation works. Become aware of it. If you can’t make one of those two choices you’re becoming a drone and you’re not really functioning as a citizen in the new world. I have to be very blunt about that. Those are the choices available to you. There are no others.

In anderen Worten: Entweder, man verlässt Facebook, verlässt Twitter, verlässt Instagram und schließt seine Konten bei allen anderen Social Media-Diensten, oder man lernt, wie diese Services funktionieren und wie sie sich auf unser Gehirn auswirken (Stichwort „social-validation feedback loop„). Wenn aber beides nicht möglich ist, dann muss allen die Konsequenz klar sein: Unreflektierte Nutzung von Social Media macht aus einer mündigen und reflexiven Person einen, wie es James Shelley in einem Kommentar zu Jaron Lanier formuliert hat, „mindless, scrolling automaton, endlessly seeking the next ping, like a pigeon in a B.F. Skinner experiment.“

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