Zwischenstand Gutenberg-Editor

Greg Schoppe, deklarierter Gutenberg-Skeptiker, hat am Wochenende ein paar Statistiken auf Twitter veröffentlicht. Nimmt man diese Zahlen ernst, sieht es für den neuen WordPress-Editor wirklich nicht gut aus. Das Rating des Editors liegt bei 2,3 Punkten, WordPress 5.0 (das Release, das den Gutenberg-Editor offiziell einführt) soll aber trotzdem in wenigen Wochen veröffentlicht werden.

Ich habe mir die Plugin Seiten der beiden Editor-Plugins angesehen – Gutenberg und Classic – und da sieht es heute (8.10.2018, 10:35 Uhr) so aus:

Gutenberg liegt bei mehr als 500.000 aktiven Installationen (was mich bei dem riesigen Banner nicht wundert), bei den Ratings gibt es 330 mit 5 Sternen, 781 mit nur einem Stern. Der Classic Editor wurde mehr als 400.000 Mal aktiviert und liegt bei einer Bewertung von 57 5-Stern-Rezensionen und nur einer 1-Stern-Rezension. Aber klar, was will man schon rezensieren, wenn alles so bleibt, wie’s ist.

Ich bin jedenfalls noch immer sehr skeptisch, was die Einführung von Gutenberg angeht. Ich selbst habe Gutenberg hier zwar aktiv, bekomme den Editor aber zum Glück nicht so oft mit, weil ich die meisten Inhalte ohnedies mit MarsEdit schreibe. Alles, was ich bislang mit Gutenberg gemacht habe, war Frust ansammeln. Ganz besonders ärgert mich, dass Standardfunktionen, die ich von der Tastatureingabe gewohnt bin, nicht funktionieren. Dinge wie „ganzen Absatz markieren“ oder „Markierung über einen Block hinaus mit Shortcuts durchführen“ funktionieren schlichtweg nicht. Kurzum: Genau im Gegenteil zu dem, was Gutenberg verspricht – nämlich ein einfacheres Bearbeiten von Einträgen – wird es eigentlich, zumindest für mich, komplizierter und langsamer.

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