Über Facebooks Umgang mit dem Anschlag in Christchurch

Kate Klonick hat im New Yorker einen detaillierten und die Komplexität der Situation darstellenden Bericht über das Team veröffentlicht, welches bei Facebook mit dem Anschlag in Christchurch konfrontiert war. Man erfährt dabei nicht nur, wie absurd Contentmoderation sein kann (das Spektrum reicht von „teen-agers reporting pictures in which they think they look fat“ bishin zu „a beheading by a Mexican drug cartel“), sondern man staunt durchgängig über die perverse Lust am Teilen (im Sinne von online sharing) von Gewaltdarstellungen.

in the first twenty-four hours, one and a half million copies of the video were removed from the site, with 1.2 million of those removed at the point of upload.

Moderation, egal, ob durch Software oder von Menschenhand durchgeführt, kann nur bis zu einem bestimmten Punkt für Fairness und Harmonie sorgen. Dass es aber offenbar nicht wenige Menschen gibt, die solchen Content online sehen wollen ist noch viel verstörender.

The Christchurch shooting may demonstrate that, as long as social media exists, some amount of horror is bound to slip through the cracks. Ultimately, what likely disturbs us most about moments like Christchurch is that this kind of content exists and, perhaps worse, that there are bad people trying to make it spread.

Vor allem aber schwebt über dem Bericht eine Erkenntnis, die ich bei Siva Vaidhyanathan in einem Tweet zum Thema gefunden habe: „Facebook can’t control the monster it built.“


Im Artikel verweist Kate Klonick auch auf Kevin Roose (New York Times), die dem Charakter dieses Anschlags und den sich daraus ergebenden Herausforderungen für die mediale Aufbereitung mehrere Artikel gewidmet hat. Der Anschlag war „A Mass Murder of, and for, the Internet„.