Klage wegen Website-Relaunch

Hertz klagt Accenture wegen eines Website-Relaunches. Wenn das Bild, das Hertz in seiner Klage zeichnet, tatsächlich so stimmt, dann dürfte dieser Relaunch vom technischen Konzept über die tatsächliche Programmierarbeit bis hin zur Dokumentation ein einziges Fiasko gewesen sein.

Accenture didn’t incorporate a responsive design […] the code that had been written was terrible and a security nightmare waiting to happen. […] Accenture decided to use Adobe’s AEM analytics but didn’t follow its archetype in either the coding or the file structure […] Its Java code didn’t follow the Java standard […] despite having specifically requested that the consultants provide a style guide in an interactive and updateable format – rather than a PDF – Accenture kept providing the guide in PDF format only.

The Register

Ich habe beim Lesen dieser Punkte meine Hand mehrfach rasch beschleunigend gegen die Stirn klatschen müssen. Accenture hat auf die Anschuldigungen noch nicht geantwortet. Warum Hertz erst klagt, nachdem bereits 32 Millionen US-Dollar verbrannt wurden, ist mir ein Rätsel; ebenso, warum es in einem Projekt dieser Größe keine evaluierbaren Milestones gegeben hat.

Habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht? Ja, ich habe einige Male schon Code übernommen, der von „namhaften Agenturen“ verkauft wurde. War zwar nicht so viel wie das, was Hertz ausgegeben hat, aber genügend, um einer kleinen bis mittleren Firma weh zu tun.