Laufen im Volksgarten

Meine zweite, dritte, vierte, fünfte und noch viele weitere Laufrunden habe ich im Volksgarten absolviert. Von „Laufrunden“ kann man aber zu dem Zeitpunkt noch gar nicht sprechen; die Einstiegsübungen im Runtastic-Programm für Anfänger sind eigentlich ein Intervalltraining, das sich aus einer Minute langsamem Laufen und einer Minute Gehen zusammensetzt. Das wirkt natürlich im Vergleich zu den Profis, die im Volksgarten ihre Runden drehen, sehr holprig. Aber… aller Anfang ist schwer, so auch der, mit dem Laufen zu beginnen.

Schwierig ist es auch, mit der neuen Langsamkeit umzugehen. Die ersten Einheiten sind geprägt vom ständigen Auf-die-Uhr-Schauen, um die Intervallmarkierungen nicht zu verpassen. Später dann, wenn die Laufabschnitte länger werden, fällt das weg, der mentale Aspekt, 25-30 Minuten lang nicht auf einen Bildschirm zu starren, nicht zu telefonieren, nicht irgendetwas zu tun, mit dem man sich sonst beschäftigt, hat mir äußerste Disziplin abverlangt. Aber, das vorweg, man gewöhnt sich sehr schnell daran und beginnt, diese Zeit der Stille zu schätzen.

Was ich erst viel später getan habe, um mein Training angenehmer zu machen, ich aber allen, die es ernst meinen, gleich zu Beginn empfehle, sind gute, optimalerweise kabellose, Kopfhörer. Ich habe mich nach langen Recherchen und vielen Gesprächen mit Läuferinnen und Läufern letzen Endes für die Jaybird X4 entschieden, die mir seitdem gute Dienste erweisen. (Und ja, ich habe sie irrtümlich sogar 3x mit der Sportwäsche mitgewaschen und nichts ist passiert; sie funktionieren immer noch tadellos.)

Warum empfehle ich (kabellose) Kopfhörer? Weil Runtastic über eine Sprachcoach-Funktion verfügt, die Gold wert ist, wenn sie funktioniert: Anstatt andauernd aufs Handy oder aufs Handgelenk schauen zu müssen, aktiviert man den Sprachcoach, der die aktuell abgespielte Musik unterbricht und zB einen Intervallwechsel oder das Ende des aktuellen Trainings, den Puls, die zurückgelegte Distanz, usw. ankündigt. Das ist sehr viel angenehmer als der ständig nervöse Blick aufs Mobiltelefon. Vor allem beginnt man sich schnell auf die Ansage zu verlassen und konzentriert sich dadurch viel mehr aufs Laufen an sich. Niemals würde ich die Trainingsintensität erreichen, die ich durch den Sprachcoach erreicht habe, wenn ich, wie man es wirklich oft sieht, mit dem Handy in der Hand (!) laufen würde.