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Alexander Supertramps Autobus ist nicht mehr

Wer „Into the Wild“ gelesen oder den Film gesehen hat, weiß über den Lokalkolorit am Ende des Lebens von Chris McCandless (aka Alexander Supertramp) bescheid. Der Autobus am Stampede Trail, mitten in der Wildnis von Alaska, wurde zu einer Pilgerstätte für auf die Gefahren der Natur mehr oder weniger gut vorbereitete Touristen, was nicht nur vermehrt zu Rettungs- und Suchaktionen geführt, sondern den einen oder anderen dieser Abenteurer auch das Leben gekostet hat.

Such- und Rettungsaktionen bringen früher oder später Lokalpolitiker auf die Bühne und die haben – „after studying the issue closely, prioritising public safety and considering a variety of alternatives“ – beschlossen, den Autobus, der 1961 für ein Straßenbauprojekt dorthin gebracht wurde, im Juni 2020 aus der Wildnis zu entfernen. Immerhin, nicht ohne zu bedauern, „it does feel like a piece of your history moving on.“

Der Autobus, eine Ikone städtischer Infrastruktur, die Chris McCandless, jemandem, der die Zivilisation hinter sich lassen wollte, inmitten der Wildnis zur letzten Unterkunft wurde… – Schade, dass dieser Ort bald schon in Vergessenheit geraten wird und sie, die Ikone, museal verwertet und damit zerstört. (via Zwentner)