COVID-19, Tag 252: Alles nicht so schlimm

Donnerstag, 19. November 2020, Tag 252 der Maßnahmen gegen die Verbreitung zur Eindämmung des Coronavirus. Der Lockdown 2 ist voll im Gange, aber ich merke davon nichts. Nein, ehrlich, wenn ich sage, dass ich nichts davon merke, dann meine ich, dass dieser Lockdown im Vergleich zum ersten im März kaum zu bemerken ist: Es sind fast genauso viele Menschen auf der Straße wie noch letzte Woche, die Büros, in die ich auf meinem Arbeits- und Einkaufsweg einsehen kann, sind knackevoll, es werden Meetings (in engen Räumen) abgehalten und selbst die Einkaufsstraßen sind, obwohl die Geschäfte geschlossen haben, auch nur weniger gut besucht, keinesfalls aber menschenleer wie im Frühjahr. Also? Ist das alles nicht so schlimm? Erlauben die Zahlen Grund zu Optimismus? Ist es der Regierung gelungen, endlich die langersehnte Trendumkehr einzuleiten? Naja.

Aber who cares? In Österreich wird jetzt schon das Weihnachtsfest als letzte Treppe der stufenweisen Covid-Erlösung herbeigeschworen und der Lockdown damit diskursiv begrenzt. Ist es nicht so? Ist der Gedanke nicht schon in euren Köpfen präsent? Bis „kurz vor Weihnachten“ ist die aktuelle Wahrnehmung des Lockdowns, das Fest werden sie uns ja wohl nicht nehmen. Richtig? Ich persönlich glaube ja, dass es noch viel weiter gehen wird. Weihnachten: kein Lockdown. Skiurlaub: kein Lockdown, aber „Sicherheitskonzept“, „besondere Umsicht“, bla, bla, bla. Infektionsanstieg vom Feinsten – und das wofür? Für so etwas wie in Zürs?

Kaputte Berge und ein Lokalkolorit wie im letzten Teil Piefke-Saga? Das wohl am häufigsten eingesetzte Emoji dieser Tage ist und bleibt meine Reaktion auf das alles hier: 🤦‍♂️.

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