Microsoft scannt private Chats auf illegale Inhalte

Mit dem Introtext des Artikels ist schon alles gesagt. Natürlich geht es wieder um „mögliche Fälle von Kindesmissbrauch und auf verbotene Terrorinhalte“.

Microsoft scannt Bilder und Videos in privaten Chats auf Skype und Linkedin auf illegale Inhalte. Dass er damit neue EU-Regeln verletzt, ignoriert der Softwarekonzern.

Skype-Chats auf Terrorverdacht durchleuchtet

Das sozusagen als Erinnerung für diejenigen, die immer noch Skype nutzen bzw. davon ausgehen, dass ihre Inhalte, wenn unverschlüsselt irgendwo hochgeladen, nicht gescannt werden.

2 Gedanken zu „Microsoft scannt private Chats auf illegale Inhalte“

  1. Zumindest früher war es doch so, dass Google die Datensammler schlechthin waren, aber wenn man die vielen Artikel der letzten Zeit so liest, dann hat Microsoft da leider tatkräftig auf- und nachgeholt. Der große Unterschied ist nur, dass man für viele MS Produkte – im Gegensatz zu Google – zur Kasse geben wird. Wie passt da die Datensammelwut zusammen? Sieht man sich zB im App Store die vor einiger Zeit eingeführte Rubrik Datenschutz an, dann fallen die Apps von beiden Unternehmen leider negativ auf.
    An Microsoft kommt man – zumindest beruflich – eigentlich nicht mehr vorbei. Ich denke die Mehrheit der großen Unternehmen setzt zumindest auf Office 365 und viele auch auf OneDrive und SharePoint.
    Aber auch im privaten Bereich ist für viele MS (zB mit OneDrive) nicht mehr wegzudenken. Auch wenn man seine Daten verschlüsselt (zB mit Cryptomator) dort ablegt, hinterlässt es ein mulmiges Gefühl.
    Wie ist denn deine Sichtweise darauf? Sollte man auf die Produkte von beiden Unternehmen möglichst ganz verzichten oder gehört Microsoft doch noch zu den (halbwegs) Guten?

    • Ich meine, dass weder Google noch Microsoft, besser oder schlechter gegenüber dem jeweils anderen dasteht. Beide sammeln auf ihre Art und Weise Daten. Die einen sind nicht zimperlich, wenn es um die Offensichtlichkeit des Datensammelns geht (Google), die anderen machen das aus unserer Sicht ein wenig schlauer (Microsoft), aber ziemlich sicher nicht unähnlich. Sie haben ja beide dieselben Interessen: Sowohl Microsoft als auch Google wollen in puncto Cloud(-Computing) die Nummer 1 sein. Und offenbar hängt das Datensammeln damit stark zusammen – warum auch immer. Jedenfalls würde ich weder Google noch Microsoft als „die (halbwegs) Guten“ bezeichnen. (Persönlich kommt mir ja vor, dass sich selbst Juristen Microsoft als „die Guten“ schönreden, weil auch sie über keine Alternative zu den bekannten Office-Produkten kennen.)

      Auch ich nutze das Office-Paket und OneDrive. Beim ersten habe ich das automatisierte Speichern (in die Cloud) deaktiviert, zweites nutze ich nur mit Boxcryptor (oder Cryptomator). Überhaupt habe ich aufgehört, meine Daten irgendwo unverschlüsselt hochzuladen, sofern es nicht sein muss, um die Funktionalität des Services nutzen zu können und ich ihn auch wirklich brauche.

      Nur, wenn die Daten lokal bei dir verschlüsselt und dann erst hochgeladen werden, kannst du sicher sein, dass sie auch sicher sind – egal, wo sie liegen. Ob Dropbox, OneDrive oder eben Google Drive.

      Die guten Zeiten sind leider vorbei, die gegenwärtigen Mittel der einzige Schutz.

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