Hier wollte ich einen Blogbeitrag veröffentlichen, in dem ich Jim Nielsen zitiere, der in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Blogging can just be stating the obvious“ auf John Gruber Bezug nimmt, der seinerseits wiederum in einem Beitrag mit dem sprechenden Titel „What Is a Dickover?“ über nervige Popups und Modalfenster – das sind diese „Dickovers“ – fordert, Webpages sollten ihren Inhalt (und nicht Cookie-Banner, Newsletteranmeldungen, Spendenaufrufe, oder eben andere Dickovers) zeigen und E-Mails eben den Text dieser E-Mails und nichts anderes (wie beispielsweise lediglich Links auf Websites), und sich darüber ärgert, dass er so etwas Banales und, nun ja, irgendwann muss ich den Begriff aufnehmen, um dem Titel meines Beitrags gerecht zu werden, „Offensichtliches“ überhaupt ansprechen muss, was ich, das nur nebenbei, und um dieser Flutwelle an Wortmaterial noch ein wenig Wasser, Masse und Energie hinzuzufügen, ganz genauso sehe, was aber hier – wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns gerade inmitten einer verschachtelten Zitatstruktur befinden und ich dafür sorgen muss, dass es weitergeht, damit ich die Leserinnen und Leser nicht verliere, auch wenn ich überzeugt bin, dass ihr Erinnerungsvermögen ausreicht, um den Anfang des Satzes und die sich aufbauende Dramaturgie zwischen Nielsen und Gruber noch in Erinnerung zu haben, wodurch ihnen nicht entgangen ist, dass ich Nielsen noch gar nicht richtig zu Wort habe kommen lassen, was ich aber nun tue, indem ich mich für den nächsten Teilsatz verabschiede, bevor wir uns dann am Ende wieder über den Weg laufen – nichts zur Sache tut und den Lesefluss unterbricht, weshalb ich nun wieder an Nielsen zurückgebe (seht ihr, da ist er!), der, in Reaktion auf Grubers Statement, zunächst am Wert des Aufschreibens und Veröffentlichens einer solchen Offensichtlichkeit zweifelt, weil das, was da geschrieben steht, weder einen neuen Aspekt auf bereits Bekanntes aufzeigt noch das Kriterium einer Neuigkeit erfüllt, und die Frage aufwirft, wozu man dieses Offensichtliche überhaupt aufschreiben sollte, darin aber einen für das Bloggen charakteristischen, einzigartigen Wert entdeckt, weil er genau darin den entscheidenden Unterschied von Blogs zu anderen Publikationsformen sieht, und feststellt, dass manche seiner besten Beiträge genau die sind, und hier muss ich gestehen, dass ich eher interpretiere, als dass ich wortgetreu wiedergebe, und mich dafür entschuldigen, diesen Satz abermals – aber versprochen: ein letztes Mal – unterbrochen zu haben, das aber wiedergutmache, indem ich den Anschluss zum vorigen Gedanken wiederhole, damit das Ende klar ist, bevor ich mich endgültig aus diesem Satzungetüm zurückziehe, dass, also, hier ist die versprochene Wiederholung, manche seiner Beiträge genau die sind, in denen eben dieses Offensichtliche das eigentliche Thema darstellt und verschriftlicht wird, was andere womöglich übersehen oder nicht auszusprechen wagen. Ich wollte so einen Beitrag veröffentlichen, habe ich aber nicht; das hat Spaß gemacht.
Bloggen kann bedeuten, das Offensichtliche zu sagen
Oder die Frage: Wie viel kann man eigentlich über so wenig sagen?