Mariya Delano stellt fest, KI wäre häufig eigentlich nur Automatisierung.
Many people who are high on #AI and #LLMs are just new to automation and don’t realize you can automate processes with simple programming, if/then conditions, and API calls with zero AI involved. […] Things like “when a new document is added here, add a link to it in this spreadsheet and then create a task in our project management software assigned to X with label Y”. […] People who were frothing at the mouth at how I must change my mind on AI have (so far) all responded with resounding enthusiasm and excitement. They think it’s the same thing. They just don’t understand how much automation is possible without any generative tools.
Mariya Delano
100 Prozent Zustimmung. Dort, wo KI „erfolgreich eingesetzt“ wird, vor allem im Unternehmensumfeld, ist es in sehr vielen Fällen eigentlich nur Automatisierung, die der KI (als Technologie) gar nicht bedarf.
Aber „Automatisierung“ klingt so alt. Das ist nicht sexy, das ist „Boomer-Tech“. Deshalb mixen wir ein bisschen KI mit hinein und alles ist wieder gut. Statt „Automatisierung“ nennen wir die Sache jetzt „AI Automation“ oder besser noch, wir verkaufen die Sache als „AI Agents“. Jetzt klingt es wieder modern, jetzt passt es wieder. Auch wenn die Automatisierung selbst nur mithilfe von KI erstellt wurde, die Technologie aber für die Erfüllung der gegebenen Aufgaben gar nicht genutzt wird.
Mir gefällt „rasant beschleunigtes Scheitern“ noch besser als Automatisierung. KI rechnet nicht, sie rät (mal besser, mal schlechter).
Vor 35 Jahren lernte ich an der Uni als Wirtschaftsinformatiker (vereinfacht), dass die Wahrscheinlichkeit auf völlige Richtigkeit eines Moduls bei sagen wir 99% liegt. Zwei Module im Zusammenspiel somit 0,99*0,99 gleich ~ 2% Fehlerwahrscheinlichkeit. Tausend Module 0,99 hoch 1000. Weshalb ich genau weiß, was von diesen auf KI basierten Agentenlösungen für Unternehmen zu halten ist.