Russland spricht, Apple gehorcht ohne Einwand

Solange Apples App-Store-System nicht in Gefahr ist, solange macht der Konzern scheinbar alles mit.

Apple hat auf Aufforderung Russlands hin einige VPN-Apps aus seinem App Store entfernt. Wo bleibt die Pressemeldung, Apple? Wo das rechtliche Vorgehen gegen diese Anordnung? Wo das pampige Dagegenschreiben? Oder das (sanfte) Mobilisieren der Userinnen und User gegen die Aufforderung?

Imagine if there was a way to install apps not through the AppStore. That way the AppStore couldn’t be exploited as a censorship tool by governments. But then Apple might not make every possible cent off the iPhone, so probably not worth it. It’s crazy that Apple is probably happier with Russia’s actions towards the AppStore than Europe’s. No public fit. No press release. Just quiet compliance.

Francisco Tolmasky

Ich bin gespannt, was John Gruber zu dem Thema zu sagen hat. Wenn er was zu sagen hat. Es ist schon bedeutend zu sehen, dass es Apple leichter zu fallen scheint, einer Anordnung Folge zu leisten, die Apples einzementiertem App-Store-System keinen nachhaltigen Schaden zuführen kann, dafür aber Apples Kundinnen und Kunden, der Konzern aber widerwillig und trotzig reagiert, wenn dieses Verhältnis potentiell umgekehrt werden könnte. Miguel Arroz trifft da schon einen Punkt, wenn er meint…

The problem is Apple building platforms that prevent users from violating the law if they so wish. And from the moment authoritarian governments know such a thing is possible, they will leverage it and eventually require it.

Miguel Arroz

Und wenn nun irgendwer daherkommt und mir was von „aber das ist halt Gesetzt, was soll Apple denn sonst tun“ faselt, dann verweise ich darauf, dass dieses Argument auch für den Digital Markets Act gilt. Und da hat Apple sehr wohl passiv protestiert, in dem der Konzern ein System geschaffen hat, das nicht einmal Meta nutzen würde.

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