Jasper Mall

Jasper Mall dokumentiert ein Jahr des langsamen Sterbens des gleichnamigen Einkaufszentrums in Alabama. Zusammenfassung: Die beiden großen Einkaufsmagneten – K-Mart und JC Penney – haben ihre Pforten 2017 geschlossen und mit ihnen ist auch der Zufluss an Kunden abgerissen. Die verbleibenden Geschäfte kämpfen in einer Mall, die nichts bietet, für das es sich lohnen würde, sie überhaupt zu besuchen, ums Überleben. Das haben die Regisseure Bradford Thomason und Brett Whitcomb zum Anlass genommen, das Jahr 2018 in dieser sterbenden Mall zu dokumentieren. Deppression, ahoi!

Allein beim Ansehen des Trailers kommt schon eine eigenartige Stimmung auf, die auf der einen Seite die Melancholie an enttäuschte Erfolgsversprechungen mit der Merkwürdigkeit, für eine Mall überhaupt zu empfinden, vereint.

A walk through a once-thriving, now visibly depressed mall can provoke a specific kind of ambivalence. […] it can be funny to revisit what once attracted people (or intended to) […] The very purpose of these megastructures, one-stop efficiency, has long been trumped by online shopping. But a trek through a dying mall is sad, too. The struggling or shuttered stores, as well as the shopping center as a whole, represent unrealized dreams of entrepreneurs—dreams whose materialism and greed were not necessarily evil, but natural products of a system that forges the inequity that mars our culture. And then, because it seems overly sentimental to cry over bleeding capitalism, a third feeling prevails: weirdness over the entire experience, over feeling anything at all for a mall.

Dying Mall Documentary Jasper Mall Recites an Elegy for Capitalism

Die Website der Jasper Mall listet in ihrem Verzeichnis doch noch ein paar Geschäfte auf, der Jezebel-Artikel verrät, wer sich nun im Einkaufszentrum eingemietet hat.

Ich selbst bin so ziemlich das genaue Gegenteil einer Person, die gerne in ein Einkaufszentrum geht oder dort sogar gerne Zeit verbringt. Ich habe aber etliche Treffen in Einkaufszentren gehabt und dabei mehrfach erlebt, dass es tatsächlich Menschen gibt, die am Vormittag dort hin fahren und die Mall erst am späteren Nachmittag verlassen, inklusive Kinderbetreuung und Mittagessen bei IKEA und Kaffee in einer Segafredo-Bar. Was ich aber bin, ist jemand, den sterbende Manifestationen von Vorstellungen und Ideen faszinieren. Und wenn ich beim Zwentner lese, dass es eine semi-deppressive Dokumentation über eine sterbende Mall gibt, dann bin ich der Erste, der darüber berichten will. Herrje, mich hat ja schon der McDonald’s in Adak fasziniert!

OMFG, get the f*cking vaccine already

Wendy Molyneux schreibt sich auf McSweeney’s Impfskeptikern gegenüber die Seele aus dem Leib. Die genannten Punkte sind nicht ohne, der Stil ganz speziell.

You think vaccines don’t fucking work? Oh, fuck off into the trash, you attention-seeking fuckworm-faced shitbutt. […] Vaccines got rid of smallpox and polio and all the other disgusting diseases that used to kill off little fucks like you en masse. Your relatives got fucking vaccinated and let you live, and now here you are signing up to be killed by a fucking disease against which there is a ninety-nine-percent effective vaccine. You fucking moron. Go in the fucking ocean and fuck a piranha. Fuck. Fuck that. Fuck you. Get vaccinated.

Wendy Molyneux

Doch inmitten der vielen Kraftausdrücke, inmitten all des bissigen Sarkasmus, inmitten all der „Wahrheiten“ wechselt der Artikel plötzlich in eine erste und sofort danach in eine zweite Metaebene: Er wendet sich an diejenigen, an die man den Artikel vielleicht schickt, nachdem man ihn selbst gelesen und fürs Weiterleiten wert befunden hat. Der Artikel wird zur Nachricht, die auf den Artikel selbst referenziert und seine Wahrnehmung kanalisiert. Was für ein genialer Mechanismus, den ich nicht vorenthalten möchte.

Look, if you have been forwarded this essay from a friend or loved one, then there are two possibilities. Either you are a normal, regular, sensible fucking person like me who got fucking vaccinated at the first possible moment, and this essay channels all your fucking rage and sadness and is therefore cathartic OR, and I really hope this isn’t the fucking case, you AREN’T fucking vaccinated, and someone sent it to you because you fucking fucking fuck, you need to get fucking vaccinated. And rather than being fucking offended that someone is trying yet again to get you to take the fucking vaccine, you should understand that someone fucking loves you enough to try one last motherfucking time to get you to take the fucking vaccine before you fuck off to heaven, or hell, or some in-between place that’s just like a fucking mall or something where everything is free, including and especially the soft pretzels. So, congratulations! There is ONE person remaining in your life who wants to fucking save you from drowning in your own fucking lungs, you fucking fuckshit fuckdick, so for god’s sake, get your fucking ass out of your chair, go to the fucking pharmacy, and get a fucking vaccine, you absolute conscienceless fucking fuck fuck fuck. Get it. Get the fucking vaccine. Fuck you. Fuck fuck fuck. Fuck. Fuck you. Fuck!

Nur noch sehr wenige, die ich kenne, sind nicht geimpft; ich merke aber, wie die Grundhaltung gegenüber denjenigen, die sich nicht und nicht entscheiden wollen langsam, aber sicher, aus der Domäne der Gleichgültigkeit in die des gesellschaftlichen Drucks übergeht. Wohlgemerkt, denjenigen, die sich entschieden haben, die Impfung nicht zu erhalten, und ihre Entscheidung auf Argumenten basiert, die ihnen selbst nicht schaden (ich persönlich glaube ja, dass genau hierin die Krux liegt, aber sei’s drum), sei es nicht genommen, die Entscheidung beizubehalten, zu festigen und die Impfung auszusetzen. Und diejenigen, denen die Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht verabreicht werden kann, sind ohnehin außen vor. Diejenigen aber, die sich nicht entschieden haben und noch immer zuwarten, sei tatsächlich mitgegeben: Euer Warten wird mittlerweile nicht mehr nur langsam, sondern sicher zu einem Problem für uns alle.

Österreich befindet sich in der vierten Welle. Nicht schön.

Entscheidet euch! Wir – darf ich mir ein „wir“ hier zumuten? – respektieren eure Entscheidung, aber entscheidet euch. Es gibt das „noch nicht“ nicht mehr, die vierte Welle ist schon da. Es gibt nur noch ein Ja oder ein Nein, denn die ganze Sache geht schon wieder los und niemand von uns (ich mag es wirklich nicht, von „uns“ zu sprechen, aber in dem Fall meine ich die folgende Aufzählung), Geimpfte, Nicht-Geimpfte, Nicht-Impfbare, Erkrankte, Genesene, Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen, will das und mittlerweile Verstorbene wollten es wohl auch nicht. Jetzt verschleppen wir das schon so lange. Jetzt sollt‘ bald einmal Schluss sein damit,es wird fad. Heute ist Samstag, der 4. September 2021, und wir befinden uns im Tag 541 der Corona-Pandemie.

Überwachung vorläufig verschoben

Apple gibt dem enormen Druck gegen sein Echtzeitüberwachungssystem vorläufig nach und wird es in iOS 15 noch nicht aktivieren. Betonung auf die Worte „vorläufig“ und „noch“. Was jetzt passiert ist in meinen Augen Kanalisation nach dem Dammbruch, nicht mehr, nicht weniger.

Code, spezifisch für Lighthouse Scores

John Müller (heute ganz besonders passend, jedenfalls aber zur Erinnerung) zum Thema Lighthouse Scores, die oftmals mit Ladezeit oder „Geschwindigkeit einer Website“ und somit „Ranking in Google“ gleichgesetzt werden:

Lighthouse scores do not affect Google Search.

John Müller, Search Advocate bei Google

Wieso die Aussage? Weil Colin Bendell Code gefunden hat, der die Lighthouse-Ergebnisse de facto verfälscht und als SEO-Maßnahme für Shopify-Stores angeboten wird. Der Punkt ist: Code, der so reagiert, dass er spezifisch für Lighthouse-Scores ausgelegt ist, ist „shitty practice“. Das gilt auch für durchaus legitime Befehle, wenn sie explizit auf die Beeinflussung von Lighthouse abzielen:

Delaying ScriptTags (asyncLoad) is another shitty practice for „speed optimization“ that makes site load slower but technically improves lighthouse score. It is very popular these days.

Kirill Platonov

Lighthouse (der PageSpeed-Test) ist tatsächlich ein bisschen ein Fetisch geworden. Und bei allem, was diesen Status erlangt, wird’s irgendwann etwas zu ungut.

Präzisierung zum Classic Editor

Joe Dolson präzisiert die Verfügbarkeit und die Einbettung des Classic Editors, sowie des Classic Editor-Plugins.

The Classic Editor Plugin does not contain the editor. Yes, that’s right. […] The editor itself is still part of core. […] Don’t ask “how long will WordPress support the classic editor plug-in?” Instead, ask “how long will WordPress continue to contain the classic editor?” […] It’ll be a long time. […] The classic editor has been around for a long time, and there are a lot of dependencies on it.

Notes on the WordPress Classic Editor plugin

Schön und gut, nur ändert das nichts am Bestreben des WordPress-Projekts (welches WordPress-Projekt?), alles so schnell als möglich ins Gutenberg-System überzuführen. Aber nicht unwichtig, was das Verständnis der Einbettung und Verfügbarkeit des Classic Editors angeht.

Digitalisierung und Europa

Wir bekommen es nicht und nicht hin. Diesmal VW-Konzernchef Herbert Diess zum leidigen Thema Digitalisierung in (bzw. und) Europa:

Da hinken wir dem Rest der Welt hinterher. Wir müssen von den Wettbewerbern lernen, die anders denken. Wenn wir nicht schnell genug sind, werden wir Probleme bekommen. […] Die Mobilität ist ein Bereich, wo das noch geht. Daher arbeiten wir an der Digitalisierung unserer Fahrzeuge – damit wir im IT-Bereich im Automotive-Sektor eine Rolle spielen.

Volkswagen Konzernchef Herbert Diess

Wenn ich mich mit Menschen über das Thema unterhalte, verweise ich gern auf die grottige Ausstattung unseres Bildungswesens mit moderner Technologie, auf die verschiedenen Peinlichkeiten, mit denen „europäische Erfolgsgeschichten“ durchgeführt werden (das Kaufhaus Österreich, nur so nebenbei, wird mittlerweile überall gerne totgeschwiegen, was auch gut ist; denn hier herrscht ein nationaler Schulterschluss: die Sache ist so dermaßen peinlich, dass selbst die hartgesottensten Kritiker das Ansehen des Landes damit nicht noch mehr besudeln wollen), auf den Mindset von Personen, die das Faxgerät hochhalten und, sozusagen als brutalen Konterpunkt dazu, auf die Entscheidung der Schweiz gegen europäische Anbieter, weil die denen aus den USA und China „nicht annähernd das Wasser reichen können“. Und wer sich jetzt zurücklehnt und sich damit nicht in Berührung sieht, den verweise ich auf die Office 365- bzw. G Suite-Rechnung, die regelmäßig hereinflattert.

Herbert Diess, um zum Zitat zurückzukommen, sieht in der Mobilität noch eine Chance, die Digitalisierung voranzutreiben. Okay, ja, kann sein. Das wird aber erst der Fall sein, wenn die potentiellen Käuferinnen und Käufer von Fahrzeugen (was, so vermute ich, an sich schon ein geringer werdender Anteil sein wird, da alternative Mobilitätskonzepte Aufwind erfahren) die von zB VW hergestellten Fahrzeuge als Computer, die auch fahren können, wahrnehmen. Gegenwärtig ist es so, das bestätigen durch die Bank alle, die ich kenne, dass sich der Appeal von Elon Musks Tesla bei deutschen Fahrzeugherstellern, mögen ihre elektrifizierten Modelle auch technisch noch so hervorragen, einfach nicht und nicht einstellen möchte.

Es ist ein ziemlicher Murks und ich glaube nicht, dass noch mehr Regulierung, noch mehr Förderungen, schlichtweg, dass das Stimulus-Modell, unter dem wir jetzt leiden, etwas mit Substanz hervorbringen wird, was die von Herbert Diess gezeichnete Befürchtung verhindern wird können.

Grüner Pass gescannt

Mein Grüner Pass wurde heute, zum allerersten Mal überhaupt, korrekt kontrolliert. Nicht, dass Gastronomen ihn nicht schon davor angeschaut hätten, aber so richtig mit Scan und allem drum und dran war es erst heute soweit. Das ist schon… heftig.

COVID-19, Tag 533: Österreich unter den Top 5

Freitag, 27. August 2021, Tag 533 der Corona-Pandemie. Auch wenn es von innen heraus nicht wirklich kompetent aussieht, dürfte Österreich die Pandemie (im Vergleich zum Rest der Welt) gegenwärtig ganz gut im Griff haben. Das Bloomberg-Magazin analysiert monatlich, wie in den 53 größten Wirtschaftsnationen „the virus is being handled the most effectively with the least social and economic disruption“. In eben diesem Covid Resilience Ranking liegt Österreich auf Platz 5. (Zur Orientierung: Nur Norwegen, die Niederlande, Finnland und Irland sind uns vorgereiht. Deutschland liegt auf Platz 7, die USA auf Platz 25 und Israel auf Platz 36.)

Im Artikel wird analysiert, warum Länder im Ranking gestiegen und welche gefallen sind, er weist aber auch auf zukünftige Bedrohungsszenarien oder vergangene Versäumnisse hin. So zum Beispiel die einmalige Chance, das Coronavirus gleich zu Beginn durch schnelle Reaktion auszuschalten:

Though wealthy nations that bet on vaccination are now seeing that strategy pay off, their failure to check the coronavirus initially leaves a deep scar, with more than 630,000 people dead from Covid in the U.S. and some survivors grappling with debilitating after-effects. It also meant the world missed out on an opportunity to eliminate the virus.

The Best and Worst Places to Be as Delta Wrecks Reopening Plans

Gut. Immerhin etwas. Nur müssen wir im Auge behalten, was Top 5 in einer Pandemie bedeutet. Wenn es auf der Autobahn zu einer Massenkarambolage kommt und es den hintersten Autofahreren irgendwie gelingt, nur geringe Verletzungen abzukriegen, dann gehören sie auch zu den Top 5 der am besten davongekommenen. Die aktuell 10.772 am Coronavirus Verstorbenen und ihre Angehörigen werden diese Top-5-Bewertung sicher nicht so positiv sehen, wie wir, die wir’s geschafft haben.

Also Optimismus gerne, immer, wo nur möglich und in allen Ehren. Immerhin, Optimismus, wenn er nicht in Leugnung oder Verklärung umschlägt, bringt uns weiter und macht das Unerträgliche in der Rückschau und im Vergleich vielleicht erträglicher. Wer aber die nachträgliche Verklärung zum Hauptgrund seiner Argumentation macht und jetzt, da wir einige Wellen schon überlebt haben, anfängt, alles als gar nicht so schlimm zu interpretieren, sollte sich sehr gut überlegen, warum alles nicht mehr so schlimm ist und wer für das Erreichen dieses Zustands finanzielle, zeitliche und gesundheitliche Opfer gebracht hat. Denn eine Aussage wie „alles nicht so schlimm“ lässt außer Acht, dass es Menschen gibt, die in den letzten 533 Tagen ihre Kindheit, ihre Jugend, ihre Schul- oder Studienzeit, ihre körperliche oder seelische Gesundheit oder gar ihr Leben geopfert haben. Ich bin auf das Ranking der seelischen Krankheiten in 5 Jahren gespannt. Es hat sich nämlich einiges verändert.

Classic Editor doch bis Ende 2022

Man hat entschieden, der Classic Editor wird noch bis Ende 2022 unterstützt. Die Formulierung im Blogbeitrag des Open Source-Projekts „WordPress“ ist bezeichnend, die Reaktion wohl der Warnung in der Community geschuldet.

At the time, we promised to support the plugin through 2021 and adjust if needed as the deadline got closer. After discussing this with Matt, it’s clear that continuing to support the plugin through 2022 is the right call for the project as well as the community.

An Update on the Classic Editor Plugin

Wer ist „we“? Wieso wird das mit „Matt“ und nicht mit der Community diskutiert? Was „the right call“ ist und was nicht, sollte nicht einer Person überlassen werden!

Mittlerweile, übrigens, steht das Classic Editor-Plugin mit einer soliden 5-Sterne-Bewertung und 5 Millionen Installationen (!) da. Das Gutenberg-Plugin, hingegen, mit 300.000 Installationen und einer enttäuschenden 2-Sterne-Bewertung (die wohl bald in Richtung 1 Stern kippen wird, wenn ich mir so die Kommentare durchlese). In meinen Augen ist das Classic-Editor-WordPress ein anderes als das Gutenberg-Editor-WordPress. Ersteres ist eine Datenbank, die Plugins wie Divi, Elementor, Beaver Builder und anderen die Freiheit lässt, sich frontendseitig auszutoben; die Datenbank als Basis ist aber solide. Gutenberg, hingegen, ist, wenn man sich nicht zu 100 Prozent darauf einlässt und darin aufgeht, (für die User) ein Wix-Klon mit (für die Entwickler) durchaus schmerzenden Technologien.

Wieder iCloud-Fotos gestohlen

Wieder wurden in iCloud abgelegte Fotos gestohlen, wieder hat sich jemand als Apple Customer Support-Personal ausgegeben, wieder haben Menschen ihr iCloud-Passwort hergegeben… – Wann bringt Apple dieses System endlich in Ordnung, sodass es unmöglich wird, überhaupt an die Möglichkeit zu denken, sein iCloud-Passwort herzugeben?

Hat WordPress ein Gutenberg-Problem?

David Bushell lässt seinen Frust über den Gutenberg-Editor und seine verschiedenen Kompromisse und Ungenauigkeiten aus. Sein Beitrag bringt, wenn man sich mit dem Thema Gutenberg schon beschäftigt hat, nichts Neues auf den Tisch, aber er fasst gut zusammen, was eigentlich schief läuft und warum das WordPress-Projekt in diesem besonderen Fall unter der Rückwärtskompatibilität leidet. Und nicht nur das WordPress-Projekt, sondern auch die Entwicklerinnen und Entwickler, die damit arbeiten (müssen). Er zeichnet eine düstere Zukunft für das Projekt, wenn das letzte Kapitel in seinem Beitrag – Überschrift: I give up… – mit dem Absatz schließt:

I don’t know how anybody could look at Gutenberg and not balk. Who is it for? Are developer pains worth the supposed improvement to user experience? General opinion would suggest that the UX and accessibility are far bigger issues than anything I’ve bemoaned. I seriously wonder if any new developers are picking up WordPress.

If this is the future of WordPress, it’s the beginning of the end.

Does WordPress have a Gutenberg Problem?

Autsch.