Blog

  • Sign out, Gmail! Login, GMX!

    Wie ich bereits hier erwähnt habe, bin ich auf der Suche nach einem Freemail-Provider, bei dem ich (1) Unmengen von E-Mails mit (2) großen Dateianhängen (mindestens 10MB) (3) beliebig lange aufbewahren kann und sie (4) über POP (oder IMAP) oder (5) Webinterface gut und (6) sicher abrufen kann. Obwohl es damals nicht explizit dastand, so…

  • Schweiß

    Es ist die Hitze, die einige von uns krank werden lässt: andere erkranken am Essen, besonders am Wasser, das sie, absichtlich oder nicht, trinken. Man hat sie davor gewarnt. Das Wasser hier muss gereinigt, abgekocht werden, doch diese Warnungen sind nun egal. Die Hitze bestimmt hier den Lauf der Dinge. Der Körper ist allgegenwärtig. Er…

  • Chinesische Sandalen

    Ich habe mir in einem chinesischen Supermarkt Sandalen gekauft. Diese Schuhe kosteten 17,90 RMB, das sind etwa 1,80 EUR, sie bestehen aus einem styroporähnlichen Material, das alle Stückerl spielt, sind bequem, und ich könnte wetten, dass diese Schuhe noch mindestens zwei Jahre gut halten werden. Besonders sexy sind sie nicht, ein schmuckes Blau ziert nun…

  • Sonntagsarabesken #47

    Der Tag hat sich ausgeschwitzt. Das Geschehene ist wahrhaftig vorbei. Man hat sich getroffen, umarmt, geliebt. Jetzt geht man wieder auseinander. Es tut ihm gut, keinen Sinn in diesen Dingen zu sehen, und gleichzeitig ist ihm gleichgültig, wie sie darüber denkt. Als ob es kein Morgen gäbe. Sie sieht die Tür ins Schloß fallen und…

  • Sonntagsarabesken #46

    Warum sehen wir in der Zukunft keine Sterne? Relativ einfach zu beantworten: Weil die Zukunft keine Nacht, sondern eine Nebelsuppe ist, ein rauchumhülltes Etwas, das uns heute neckisch einen nackten Oberschenkel sehen läßt unter seinem silbergrauen Mantel und morgen schon wieder verschwunden ist. Zukunft. Hoffnung. Erwartung. Unverständliche Aneinanderreihungen von Silben, die alle irgendwie gleich klingen.…

  • Sonntagsarabesken #45

    An trüben Tagen wirkt selbst das Durchschnittliche noch schön. Die junge Frau starrt reglos in die Ferne. Die Umrisse der sanften Hügel mit ihren gelben Stoppelbärten beginnen sich im Dunst aufzulösen. In der toten, feuchten Wärme des Vormittags verstummen die Singvögel. Der Mann betrachtet ihr Gesicht, die sanft geschwungene Linie ihrer blassen Wange. Schwüles Verharren.…

  • GMX, Mail, Datenschutz

    Das neu gestaltete GMX-Portal ist eine große Enttäuschung: Alle Anbieter (GMail, Yahoo, Lycos, Web.de) erhöhen ihren Mailspeicher auf Gigabytegröße und was macht GMX, der einzige Anbieter, dem ich irgendwie vertraue? Die bleiben bei ihren lächerlichen 250MB! Was nützt mir das ach so tolle MediaCenter, wenn mich so ein Blödsinn überhaupt nicht interessiert (liest das eigentlich…

  • Tschirgant, Haiming

    Kleines Fotoprotokoll des Aufstiegs auf den Tschirgant in Haiming/Tirol. Wir sind von Haiming aus über die Südseite des Berges auf die Haiminger Alm, danach weiter zum Gipfelkreuz gewandert. Eine angenäherte Routenkarte gibt es auf Google Maps.

  • Sonntagsarabesken #44

    Später Abgesang auf ein Gefühl? Kurz vor der Abreise denkt er daran, das Photo aus dem Rahmen zu nehmen. Er faltet es sorgsam in der Mitte, drückt die Kante mit dem Daumen nieder, immer fester und heftiger, bis er den Zorn in sich aufsteigen fühlt und das ekelhafte Stück Papier zerfetzt. Es liegt keine Anstrengung…

  • Sonntagsarabesken #43

    Erscheinungen; wenn der Fluß glänzend wie eine Makrele auf venezianischem Markttisch in seinem Bett aus Stein liegt, träger Quecksilberspiegel, und stahlgraue Wolkenbahnen dunkles Azur durchziehen, dann sehe ich Dich vor mir stehen. Ich höre Autolärm und Rauschen; dahinter webt die Musik ihr eigenes Muster. Schwarzer Lidstrich umfängt Deine Augen. Du bist trotzig und hochmütig, launisch…

  • Ostseeatem

    [Hier war ein Zitat aus Alexander Peers Buch „Ostseeatem“ abgedruckt. 3 Sätze, die ich auf Ö1 gehört habe, die mir gefallen haben und die ich hier, aus der Ö1-Sendung „abgehört“ zitiert habe.] Peer hat sich per E-Mail bei mir darüber beschwert, dass ich diesen Text zitiert habe. Ich hingegen wollte damit meiner Leserschaft ein lesenswertes…

  • Sonntagsarabesken #42

    Wir haben einander lange nicht mehr gesehen. Wir haben einander lange nicht mehr berührt. Unsere Leben haben sich entknotet. – Er spürt, wie sich die Silben zwischen seinen Lippen formen, wie plastische Objekte, wie kühle Glasmurmeln, die er hinter den Wangen hervorrollen läßt, und stellt sich ihr Gesicht vor. Die Details sind unscharf geworden. Ein…

  • Sonntagsarabesken #41

    Geschwindigkeit. Unter einem fleischfarbenen Himmel dehnen sich bewaldete Hügel, und gekühltes Bier in Flaschen rollt durch den Kofferraum. Wohin auch immer die Reise geht: Der schlechte Geschmack früherer Ungewißheit liegt hinter mir. Der Unterschied ist einfach; erklären läßt er sich allerdings kaum (nur unzulänglich, mit den Worten, die uns zur Verfügung stehen). Der Asphalt der…

  • Der intellektuelle Prolet 8

    Ich schlage Haken auf dem Weg durch die Nacht und merke, dass die Dosis nicht hoch genug war. Meine Nasenscheidewand ist entzündet, und der Schleim löst sich in dünnen Bächen. Ich sehe das Blut, aber was macht das schon? Ich bin hart im Nehmen. Bilde ich mir zumindest ein. Und ein Paar netter Hüften hilft…

  • Sonntagsarabesken #40

    Er sitzt im Il Tempo und genießt ihr Gesicht. Die großen, wasserblauen Augen haben die Unschuld von vor sieben Jahren bewahrt; doch rundherum? Kurze schwarze Haare, am Ansatz kastanienbraun aufgehellt, eine Nuance, die man kaum erkennen würde, doch er bemerkt es, natürlich; diese Haare hat er damals auswendig gekannt. Oder es sich zumindest eingebildet. Sie…

  • Sonntagsarabesken #39

    November in Neapel. Ein milder Abend. Drei Freunde saßen auf der Terrasse eines Fischrestaurants beim Nachtisch. Der Sherry war vorzüglich. Gedämpft drang der Lärm des Hafens über die spiegelglatt liegenden Wellen zu ihnen herauf. Lucien trat gerade ins Freie, als Carlo von einem Mädchen zu erzählen begann, das er hier vor zwei Jahren verlassen hatte:…

  • Redesign v 0.2b

    Heute erstellt, nun online: Redesign, Version 0.2b! Kritik?

  • Kaulquappenrettung

    Heute im Stiegenhaus gesehen: Etwa dreißig bis vierzig Kaulquappen, rundherum eine kleine Wasserlacke. Die Tierchen kurz vorm Sterben, daher: Gurkenglas geholt, Wasser rein, Tiere rein, ins Auto, zum Liesingbach, dort hineingeleert. Bis auf zwei, alle Tierchen am Leben. – Schulprojekte mit Fröschen gehören wesentlich strenger gehandhabt. Und die blöden Kinder im zweiten Stock in den…

  • Sonntagsarabesken #38

    Nicht verwirren lassen: Trotz aller formalen Indizien, die dafür sprächen, handelt es sich hierbei nicht um eine IP-Episode. Es ist beschissen, ein gutgläubiger Romantiker zu sein. Noch beschissener ist es allerdings, wenn man es bemerkt. Zwischen Tür und Angel. Kurz bevor sich das rechte Knie auf den Parkettboden senkt und die linke Hand nach dem…

  • Sonntagsarabesken #37

    Seit der Maimitte versuchten die Franzosen mit verzweifelter Anstrengung, den Schwerpunkt der Maaskämpfe auf das rechte Ufer hinüberzureißen. Nach einer riesigen Artillerievorbereitung holten sie zu einem wuchtigen Schlage gegen Fort Douaumont aus. Es gelang ihnen, am 22. Mai bis an die Kehle des Forts vorzustoßen. Da setzte der Gegenangriff ein; schon der 24. Mai brachte…

  • Blogging

    Über das Bloggen. As this blog is getting a bit older, I am becoming aware of what a strange but interesting process blogging is. It sharpens my attention for things to read, leads to an increased hunger for information that can be processed in this daily rhythm.

  • Sonntagsarabesken #36

    Vielleicht gibt es in den frühen Stunden der Nacht – einer verregneten, kalten Wiener Sommernacht – keinen schöneren Trost als Deine Zeilen. Tausend kleine Tode bin ich gestorben. Beinahe unspürbare, zwischen den Tagen und Wochen wie ein Lufthauch webende Angst hat mich wachgehalten, ständig in Erwartung eines Lebenszeichens, eines Wortes, einer Silbe von Dir, aus…

  • Sonntagsarabesken #35

    Eingehüllt in kalten Wasserstaub steht sie gegen den Zaun gelehnt und wartet. Ihr Gesicht ist ausdruckslos, reglos sogar. Über eine Haarsträhne, die ihr in die Stirn gerutscht ist, perlen Regentropfen. Ihre Schuhe sind durchnäßt. Das Tageslicht hat sich hinter grauen Wolkenschleiern verborgen. Und die Musik ist verstummt. Die Fassaden der Häuser wie modernde Fratzen. Die…

  • Sonntagsarabesken #34

    Eine unaufgeregte Woche ist vorüber. Sonne und Regen und Sonne haben mir zu verstehen gegeben: Du bist glücklich! Und die samtweiche Stimme von Carlos Gardel tat ihren Teil dazu. Die Gegenwart ist heute so nahe an mich heran gerückt, dass ich nicht zu sagen wage, wieviel davon aus meiner Geschichte und wieviel aus dem Jetzt…

  • Sonntagsarabesken #33

    Eine Stadt wie eine Liebe, so aufregend, so betörend, so leidenschaftlich. Eine Liebe wie eine Stadt, so bevölkert, so chaotisch, so verwinkelt. – Aus der Stadt der Städte zurückgekehrt in die Stadt der vergangenen und gegenwärtigen Liebe. Hier blüht der Flieder, dort spült brutaler Frühlingsregen die gefallenen Orangen in den Rinnstein. Man sieht zu, staunt,…

  • Sonntagsarabesken #32

    Canzoniere Notturni Romani In Gedanken ist mir der Pazifik nahe, Das südliche Gestirn, das göttliche Blau Der Wellenkämme, der Augen, Deiner Augen, Das silbrige Grau, das ich nur einmal fand. In Gedanken fliege ich über rote Wüsten, Schwebe durch grün umschlungene Schluchten, Gleite vorbei an platinsprühenden Wasserfällen, Steige auf die zerklüfteten Sandsteinfelsen. In Gedanken streiche…

  • Pizzeria Fortuna

    Kommt man quasi direkt aus Rom zurück und hat dort einiges an Gaumenfreuden in sich hineinbefördert, so schmerzt es umso mehr, seinem lukullischen Schicksal hier in Wien ausgeliefert zu sein: Pizzeria Fortuna, das abgewirtschaftete Italo-Wirtshaus in der Breitenfurter Straße. Das ekligste italienische Essen, das ich bislang in Wien gegessen habe. Nimbus und ich bestellten Lasagne,…

  • Rom. Resümee.

    Mit einem Nimbuisten nach Rom zu fahren, ist eine Sache; ist er dabei allerdings putzmunter, gesprächig und hat eine neue Kamera – eine andere. Gar grauenhafte und unappetitliche Details unserer Mitmenschen wurden während dieser Fahrt zum Wissensstand zweier. Es war gut, 0650 Maschek (in Folge: IP) wieder zu sehen, denn der Mann steht für Außergewöhnliches:…

  • Sonntagsarabesken #31

    Regen in Rom; dunkler, umschatteter Gewitterhimmel. Blütendolden neben der Stiege von Aracoeli verströmen einen unwirklich betörenden Duft, Wassertropfen neben schillerndem Violett, so violett wie die Augen, in deren Glanz sich mein Gesicht spiegelt. Sie hält den Kopf ein wenig schräg und sieht mich von unten her an. In sanfter Schwingung umfängt das schwarze Haar die…

  • Lokalkolorit mit dem Meister

    Keine Angst, ich widme mich nicht der Dominik’schen Wochenverdauung, nein, ich lebe (betont!) ihren Lokalkolorit zusammen mit dem Meister persönlich. (Dieser Herr ist auch dabei.) Für die Zeit meiner Abwesenheit, welche sich nicht zu lange gestaltet, erlaube ich mir auch ein wenig Blogruhe, werde aber spätestens am Montag wieder meine Anmerkungen zum Zeitgeschehen, wie es…

  • Sonntagsarabesken #30

    Thou art more lovely and more temperate – Zittern der Zeit, im Zug von Neapel. Zur Linken schimmert verheißungsvoll das Meer, eine silbrige, zerknitterte Fläche, die hinter müde hingestreckter Ölbaumlandschaft liegt; zur Rechten ragen kahle Berge auf, vor denen ebenfalls blühendes, fruchtbares Land erstrahlt, selbst in den Falten zwischen den vulkanischen Beulen, die mit ihren…

  • Der intellektuelle Prolet 7

    Wie tut es doch gut, aus der Heimat zu hören, dass alles beim Alten geblieben ist! Ich selbst vertiefe mich in die Werke der italienischen spätromantischen Literatur, höre viel Mozart und Vivaldi und kotze regelmäßig das Klo voll. Auch sonst geht’s mir grosso modo gut. Heute um 11 aufgestanden. Dann, das erste Ärgernis, bemerkt, dass…

  • Berüchtigt…

    Hier: “Für mich persönlich war diese Doku übrigens besonders erschreckend, da sie einige sehr ungeliebte Abschnitte meines eigenen Lebens behandelt: Die berüchtigte Tanzschule Elmayer und das Jus-Studium am Wiener Juridicum.”

  • Thomas‘ Tempel

    Ich habe mir heute (wieder und wieder einmal) gedacht, dass Thomas’ Tempel nun definitiv nicht mehr das ist, was er einst war: Am Boden sitzende, unappetitlich McDonald’s-Salat fressende und McDonald’s-Cola gurgelnde (!) Teenager, die rülpsend mit ihren Freundinnen, deren Fettwulste aus allen Öffnungen der viel zu engen, geschmacklosen Wäsche quillen, über die Sauforgie der letzten…

  • Sonntagsarabesken #29

    Sie saß auf der Uferböschung und blickte hinaus über den Fluß, weit hinein in die Eingeweide der Stadt; Nervenstränge, Blutgefäße, Knochen und Organe, nach außen geklappt, quollen ihr förmlich entgegen, die fleckigen Fassaden, die aussätzigen Dachgärten, die unzähligen feinrippigen Kuppeln und ziegelroten Glockentürme. Es gab weder Maß noch Ziel in dieser Krebsgeschwulst, die mit unbändiger…

  • Frühstück mit einem Fleischwolf

    Manche Menschen nennen ein Frühstück mit mir “psychologische Einrenksessions”. Ich find’s gut!

  • Sonntagsarabesken #28

    How airy and how earthed it felt up there, Bare to the world, light-headed, volatile And carried like the rests in tide or music. Seamus Heaney, Seeing Things, No IV, 1991 Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Deine Augen haben sich geschlossen, aber die Erinnerung lebt weiter; das weiß ich, und daran glaube ich. Ich habe…

  • Sonntagsarabesken #27

    Eine Seele größer als der Ozean. Sie brandet an den Strand meiner Wahrnehmung. Sie füllt die Tiefseegräben meiner Hoffnung. Braune Nacht liegt über den glatten Wellen. Das Bestimmte ist im Zusammenhang mit ihr, dieser wundervollen Seele, immer ungewiß. Im nächsten Augenblick schon kann der Reflex eines Lichtstrahls die zerknitterte Decke zum Glitzern bringen; oder ein…

  • Beruhigung

    Nachdem mir Textpattern sowas von abgeschmiert ist, werde ich vorläufig supplement.michaelsremarks.com für Testzwecke laufen lassen. Wenn dann endlich eine vernünftige Version daherkommt, die vielleicht auch iso-8859-1 unterstützt, dann sehen wir mal weiter…

  • Textpattern

    Ich habe heute Textpattern auf meinem Webserver installiert und probiere es momentan aus. Die Installation war so einfach, dass man es kaum glauben möchte, anders hingegen die nachträgliche Konfigurationsarbeit… Dennoch, Textpattern ist äußerst leicht zu bedienen, die nahezu luxuriöse Oberfläche und das wirklich absolut einfach Vorlagensystem sprechen für sich. Ich werde weiterexperimentieren und vielleicht sogar das eine…

  • Sonntagsarabesken #26

    Es könnte sein, dass sich in diesem Augenblick zwei Leben kreuzen (zwei ganz bestimmte nämlich). Mit unsicherem Schritt geht der Mann die Straße entlang; seine Augen sind halb geschlossen, denn das Licht verursacht ihm Schmerzen. Seine Beine bewegen sich mechanisch, ruckartig, sie sind das Tanzen gewöhnt, bei den sogenannten normalsten motorischen Abläufen kommen sie jedoch…

  • Quellcode

    Habe heute den automatischen Zeilenwechsel abgeschaltet. Sollten dadurch im Archiv Fehler entstehen, so bitte ich um der Leserschaft Mitarbeit und um eine kurze E-Mail mit dem Permalink des Artikels. Danke!

  • Designwechsel

    Ich habe übers Wochenende wieder ein wenig Zeit, die ich gleich dafür nutzen werde, Michael’s Remarks in puncto Design ein „wenig“ zu modifizieren. Die geschätze Leserschaft ist sich bewusst, was das bedeutet…