Tweetbot 6

Tweetbot-Logo.

Tweetbot, eine der Apps, die ich unter iOS sehr häufig nutze, gibt es in „Early Access“ in Version 6. Mit dem Wechsel von Version 5 auf 6 wechselt der Hersteller Tapbots auch sein Preismodell: Tweetbot 6 ist kein Einzelkauf, sondern wird im Abonnement – allerdings zu mehr als lächerlichen Preisen – angeboten.

Ulysses wechselt ins Abomodell#

Das Schreibprogramm1 Ulysses wird ab sofort im Abomodell verkauft. Die Applikation kostet nun EUR 39.99 pro Jahr (oder EUR 4,99 pro Monat). Für bestehende Kunden gibt es noch bis Ende Oktober einen lebenslang gültigen Wechselrabatt von 50% auf das Jahresabonnement. Einer der Entwickler der App, Max Seelmann, hat auf Medium einen sehr langen Artikel veröffentlicht, der die Entscheidung zum Abonnementmodell rechtfertigen soll. Darin findet sich viel, ja, sehr viel Grundlegendes zum Geschäft der Softwareentwicklung. Der für mich aus Sicht eines Endnutzers einzig valide Punkt ist die steigende Frequenz von technischen Entwicklungs- und Veröffentlichungszyklen, die ein stetes „Nachziehen“ der Software mit sich bringen:

Subscriptions are […] the only match for the way technology works these days. […] operating systems and devices get overhauled every year now, and major new features come out even throughout the year. Think TouchBar on the new MacBook Pro, or think the iPad Pro’s 12.9” and 10.5” form factors. It’s why Phones get “bought” on a subscription now, and why most people get a new one at least every two years. But with each device generation come new features, so the environment for apps is changing at a rather rapid pace, and we need to keep up. Our users expect us to always perform well. All those adjustments, as small as they may seem, continuously take time and energy. Subscriptions are the only sensible match for these new cycles.

Ulysses kostet im Abonnement knapp 5 Euro pro Monat. Ulysses ist aber auch Teil des Applikationsabonnements SetApp, das pro Monat etwa 10 Euro kostet, allerdings nicht nur eine, sondern eine ziemlich große Auswahl an Apps inkludiert, darunter wirklich nützliche und etablierte wie ForkLift, Timings, Renamer, Archiver, CleanMyMac, Gemini, Shimo, Marked, Expressions, Noizio, Manuscripts und viele andere. Alle eben genannten habe ich jeweils einzeln gekauft; ob ich aber mehr bezahlt habe als im SetApp-Angebot, wage ich zu bezweifeln, da diese Apps eher selten aktualisiert werden.

Ebenso gekauft habe ich übrigens auch ein anderes Textverarbeitungsprogramm, das mit genau den gleichen Funktionen wie Ulysses aufwarten kann, aber an Hässlichkeit nur schwer zu überbieten ist: Scrivener. Wer das Einmalbezahlsystem also präferiert und wem Design völlig egal ist, könnte sich Scrivener als Alternative ansehen.


  1. „Schreibprogramm“, denn Textverarbeitung ist Ulysses keine. 

Medium-Abonnements?#

Einige Wochen, nachdem man sich bei Medium die Frage gestellt hat, womit man Geld verdienen will, gibt es  Feedback zum wenige Tage später vorgestellten Abonnement-Modell. Und es fasst zusammen, was ich mir im Moment der Ankündigung schon gedacht habe:

It’s an interesting about face, moving away from ads & sponsorships to a pay-for-content service. The entire concept has some merit (and has been tried by other services). But if the NYT struggles to get enough paying subscribers, I’m skeptical that Medium will fare better. […] After a couple of weeks, my skepticism remains.

Ein Medium-Abonnement kostet monatlich USD 5. Da müssen schon einige ein Abonnement abschließen, damit Autorinnen und Autoren Medium zu ihrer primären Publikationsplattform machen…

3 Monate, 2 Jahre und ein Abo bei Flickr#

Flickr ändert seine Preisstruktur und sein Bezahlmodell. Bislang gab es nur die 1-jährige Pro-Mitgliedschaft um USD 24,95. Diese wird nun um eine 3-Monats- (USD 6,95) und um eine 2-Jahres-Option (USD 44,95) ergänzt. Außerdem kauft man nicht mehr nur für den gewählten Zeitraum, sondern startet mit dem Kauf ein Abonnement, das explizit beendet werden muss.

So fängt es immer an.