Time for Sushi

David Lewandowski, der die Screens, User Interfaces und visuellen Effekte in Oblivion und TRON: Legacy gestaltet hat, ist der Künstler, der auch für die bizarren Videos verantwortlich ist, in denen sich schaurige CGI-Menschen wild herumwirbelnd von A nach B bewegen.

Time for Sushi ist der dritte Teil einer Reihe von Kurzfilmen. In Going to the Store (2011) versucht die schaurige CGI-Figur in ein Geschäft zu kommen. In Late for Meeting (2013) verlässt sie das Geschäft und fliegt am Ende, von ein paar Luftballons getragen, in den Himmel davon. Im dritten Teil, Time for Sushi (2017), ist die Figur nicht mehr alleine unterwegs, sondern wird von hunderten weiteren begleitet. Sie kehren vom Himmel auf die Erde zurück (per Luftballon, natürlich) und durchqueren die Stadt auf dem Weg ins Meer, wo sie sich ruhig von der Strömung ins Off treiben lassen.

Es lohnt sich, in der gesamten Serie den Einsatz der Soundeffekte und der nervtötenden Musik zu beachten.

Motive berühmter Gemälde animiert

Was passiert, wenn man Gemälde von Reubens, Caravaggio, Rembrandt, Vermeer und vielen mehr dezent animiert und musikalisch unterlegt? Der Regisseur des Videos, Rino Stefano Tagliafierro, nennt es „Beauty„. Was nach einer netten, wenn auch sinnlosen Idee klingt, entpuppt sich in meinen Augen allerdings zur Horrorshow, sobald sich die menschlichen Motive zu bewegen beginnen und dem Zuschauer vergangene Vorstellungen von Verführung, Tod, Freude, Trauer, Angst und Lust vor Augen geführt werden.