iOS 14.5 Tracking unterbinden, Werbung entpersonalisieren, Analysedaten verhindern

Diese 3 Einstellungen sollten iPhone-Besitzerinnen und Besitzer, die auf iOS 14.5 aktualisiert haben und ihre Endgeräte etwas datenschutzfreundlicher konfigurieren wollen, vornehmen. Tracking braucht niemand, Apple-Werbung ist – zumindest für mich – ohnehin immer irrelevant gewesen und meine Sprachaufzeichnungen (Siri-Kommandos) aufzuzeichnen und auszuwerten… das taugt mir auch nicht. Weiterlesen

Vice über AirPods

AirPods are a symbol of wealth. They’re physical manifestations of a global economic system that allows some people to buy and easily lose $160 headphones, and leaves other people at risk of death to produce those products. 

AirPods Are a Tragedy, Caroline Haskins #

Caroline Haskins „AirPods Are A Tragedy“ zusammengefasst: Die Produktionsbedingungen von AirPods sind eine Katastrophe, der Sound der Kopfhörer ist unterdurchschnittlich, ihre (geplante) Obsoleszenz liegt bei 18 Monaten und sie sind nichts, außer ein imaginiertes und dadurch perpetuiertes Statussymbol ohne Status.

Erinnert mich ein wenig an die I Am Rich-App.

Über das Surface Book 2 #

Owen Williams schwärmt über das Surface Book 2, welches er als das sieht, was das MacBook Pro hätte sein sollen. Er zählt eine ganze Menge an technischen Vorteilen auf, die das Surface Book 2 gegenüber sowohl dem MacBook Pro als auch dem iPad Pro hat. (Eine funktionierende Tastatur oder das Vorhandensein simpler USB 3.0-Ports, zum Beispiel.)

Der Artikel ist lange und ausführlich, führt aber wichtige Punkte an, die auch mich bei Apple immer mehr stören, obwohl ich noch das Glück habe, kein Gerät zu besitzen, dem z.B. USB-Ports fehlen. Ein 8.000-Euro-Gerät wie das neue MacBook Pro ist in seinem Preis-Leistungsverhältnis meiner Meinung nach jenseits von Gut und Böse anzusiedeln, da es sich wohl in seiner maximalen Lebensdauer nie rechnen wird. Aber egal.

Weil ich selbst realistisch auf die nicht zufriedenstellende Produktlinie von Apple sehe und bei jeder „Innovation“, die Apple präsentiert, das Gefühl habe, nur schneller am Platz zu treten und mehr dafür bezahlen zu müssen, sind Beiträge wie der von Owen Williams oder der vernichtende Beitrag über den Mac Mini von Russell Ivanovic willkommen. Sie erweitern den getrübten Horizont und zeigen auf, was sich außerhalb des von Apple geschaffenen Universums abspielt.

Und da ist, QED, sehr viel los!

Kann man heute einen Mac empfehlen?

Aktueller Status der Mac-Hardware - Ausschnitt der Website Mac Buyer's Guide

#Hier spricht jemand1 Wichtiges zum gegenwärtigen Zustand der Apple-Hardware (mit Ausnahme der iPhones und iPads) aus:

It’s very difficult to recommend much from the current crop of Macs to customers, and that’s deeply worrisome to us, as a Mac-based software company. […] Rather than attempting to wow the world with “innovative” new designs like the failed Mac Pro, Apple could and should simply provide updates and speed bumps to the entire lineup on a much more frequent basis. The much smaller Apple of the mid-2000s managed this with ease. Their current failure to keep the Mac lineup fresh, even as they approach a trillion dollar market cap, is both baffling and frightening to anyone who depends on the platform for their livelihood.

Nicht unmittelbar damit zusammenhängend, aber es ist mein Blog und ich kann tun und lassen, was ich will: Ich habe vor ein paar Tagen ein altes Lenovo-Notebook erhalten, auf dem ich Windows 10 installiert und halbwegs datenschutzfreundlich konfiguriert habe. Da ich mehr als 15 Jahre lang nicht mehr selbst mit Windows gearbeitet hatte und mir das Grauen von Windows XP-Abstürzen noch bekannt war, war ich dann doch vom reibungslosen Ablauf und der Geschwindigkeit der Installation überrascht. Bis der Lenovo mit dem Mac ungefähr gleich konfiguriert war (Browser, Thunderbird, Office, Dropbox, und dergleichen) hat es kaum eine Stunde gedauert. – Ich werde in nächster Zeit ohnehin öfters damit arbeiten, denn für meine Arbeit ist es egal, auf welcher Plattform sie erledigt wird. Mal sehen, ob es Apple gelingt, attraktiv zu bleiben, denn aktuell sind Desktop-Macs – und da stimme ich dem Gesudere von Quentin Carnicelli zu – alte, überteuerte und im gegenwärtigen Zustand eigentlich nicht empfehlenswerte2 Hardware.


  1. Quentin Carnicelli vom Mac-Softwarehersteller Rogue Amoeba. 
  2. Ich weiß, dafür werde ich in der Hölle für Mac-User schmoren. 

Apple Surface

Wahrscheinlich kennt ohnehin jeder schon das Comic von 2012, in dem Joel Watson das neue iPad Pro (mit Tastatur in der Hülle und einem überdimensionierten Stift im empfohlenen Lieferumfang) ohne davon zu wissen auf die Schaufel nimmt. Weiterlesen

Es wurde nicht ein großer Bildschirm…

https://www.youtube.com/watch?v=axSnW-ygU5g

1984 strahlte Apple einen Werbespot aus, der den neuen Macintosh-Computer ankündigte. Die Szenerie stellte George Orwells „1984“ dar: Menschen sitzen in einem kahlen Raum auf Bänken und nehmen die Kommandos des Großen Bruders entgegen, der aus einem riesigen Monitor zu ihnen spricht. Die Szene wird unterbrochen. Eine junge Frau läuft, von Militäreinheiten verfolgt, auf den Bildschirm zu und zerstört ihn letzten Endes mit einem Hammerwurf. Damit befreit sie sich und ihre Mitmenschen symbolisch vom zentralen Kommando und der unabdingbaren Hörigkeit.

https://www.youtube.com/watch?v=a8GtyB3cees

Gegenwärtig strahlt Apple diesen Werbefilm aus, der die AppleWatch ankündigt. Im Gegensatz zum kahlen Setting des vor dreißig Jahren ausgestrahlten Spots, blicken wir diesmal in die privaten Leben junger Menschen. Sie scheinen glücklich zu sein, folgen aber den Kommandos der vielen kleinen Bildschirme, die sie an ihren Handgelenken tragen. Ihr Alltag wird von kurzen Mitteilungen unterbrochen: Sie stehen auf und bewegen sich, wenn der Bildschirm es ihnen sagt, sie schlafen und ruhen, wenn der Bildschirm es ihnen sagt, und sie trainieren, wenn der Bildschirm es ihnen sagt.

Das Schlimmste daran ist jedoch, dass sie es, im Vertrauen auf einen freien Willen, aus Überzeugung tun.

Verwertung von Gesundheitsdaten aus Apple-Produkten #

Die beiden Systeme ResearchKit und HealthKit verarbeiten Gesundheitsdaten von Nutzern diverser Apple-Produkte. IBM monetarisiert diese Daten.

[Gesundheitsdaten] kommen (…) von Hunderttausenden Nutzern, für viel weniger Geld, als die klassische Suche nach Probanden kosten würde. Der Vorteil für die Nutzer: Sie bekommen Anwendungen von angesehenen medizinischen Einrichtungen, mit denen sie ihren Gesundheits- oder Fitnesszustand testen und überwachen können. (…) IBM will die Daten (…) künftig in großem Stil in seiner Cloud sammeln, auswerten und die Ergebnisse verschiedenen Forschungseinrichtungen oder Kliniken anbieten [sofern die User] ihre Daten dazu über eine IBM-App freigeben.

„Anbieten“, also „verkaufen“.

Scott Galloway über Amazon, Apple, Facebook und Google

Scott Galloway spricht über die „Four Horsemen: Amazon, Apple, Facebook and Google“, zeigt dabei in 16 Minuten knapp 90 Folien, deklariert Amazon als bereits am absteigenden Ast, Facebook als reinen Bauernfang, WhatsApp als besten und Tumblr als schlechtesten Kauf der Internetgeschichte, Googles Geschäftsmodell als überholt und Apple als trendigen Katalysator zur erfolgreichen Vermehrung. Der superschnelle Vortrag lohnt sich. Er ist witzig und schonungslos, so zum Beispiel:

Facebook has pulled off the greatest bait-and-switch in marketing history. They convinced many of the brands in this room to spend hundreds of millions to build their communities telling them that would be their community and they would have access to it. They then put a walled garden around it, and said „just kidding“! You have to pay for access to that community. The organic reach on Facebook is now 6 percent. Meaning that if you are Procter & Gamble and you want to speak to the community that you paid to build, 1 in 16 messages will actually reach them. They are telling clients that they should assume organic reach of zero.

Deine MacBook-Kamera nimmt auf, du weißt es aber nicht…

Ja, man kann die in praktisch jedem Apple-Produkt verbaute Kamera einschalten ohne dass das Indikatorlicht aufleuchtet.

Apple went to some amount of effort to make sure that the LED would turn on whenever the camera was taking images […] MacBooks are designed to prevent software running on the MacBook’s central processing unit (CPU) from activating its iSight camera without turning on the light.

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