Reaktionszeit von 3 Stunden. Am Sonntag. #

Es gibt einen Unterschied zwischen Menschen, die in ihrem Job aufgehen und solchen, die den Vorstellungen, wie sie hier beschrieben werden, entsprechen. Zweiteren ist, vor allem, wenn sie auch noch stolz darauf sind, nicht zu helfen. Aber wenn die Chefin solche Aussagen trifft…

Any young person should, at some point, take a job that makes them uncomfortable and that they feel unqualified for. It’s really great to feel uncomfortable, and you change so much as a person from that. I also say that work ethic matters more than most anything.

Interview mit Erika Nardini, NY Times

…und somit aus Angst den Motivator zur Leistung ableitet, dann, ja, „nicht zu helfen“.


Man muss sich diese Aussagen und Vorstellungen – das Wort „Philosophie“ vermeide ich, denn jemand, der Human Resources nach Belieben austauschen kann und somit über die Folgen seines Handelns nicht nachdenken muss, hat in einer Disziplin, die das Denken liebt, nichts verloren – einmal auf der Zunge zergehen lassen. Solche Vorstellungen sind ausschließlich durch die Verfügbarkeit eines schier unendlichen Pools an Arbeitskräften legitimiert und durch sonst nichts. #

4-Tage-Woche von Mai bis August #

#Bei Basecamp wird von Anfang Mai bis Ende August nur von Montag bis Donnerstag gearbeitet. Einerseits ermöglicht der zusätzliche freie Tag, mehr Zeit mit der Familie oder mit Freunden zu verbringen. Andererseits schult sich das gesamte Team während der Sommermonate darin, die Arbeit besser zu priorisieren und dadurch effizienter zu erledigen.

When we say 4-day work weeks (32 hours), we mean it. We aren’t cramming 40 hours into 4 days. This is essential to our practice of Summer Hours. Why? The key is in the constraint. Removing a day each week forces you to prioritize the work that really matters, and let the rest go. It’s not about working faster, but learning to work smarter. It’s about honing your prioritization, scope hammering and judo skills.

Mir gefällt diese Idee und ich denke, dass alle Unternehmen, die nicht unmittelbar mit Kunden zu tun haben, eine 4-Tage-Woche oder ein ähnliches System einführen könnten. In keiner einzigen Firma, die ich in den letzten 10 Jahren besucht habe, gab es nicht mindestens eine Person, die sich durch den Arbeitstag gelangweilt (und ihn de facto auf Facebook verbracht) hat. – Ein Problem kann mit so einem Vorschlag also nur haben, wer außer dem beruflichen über kein Leben verfügt.

Der Reichen Last

#Seit etwa 1980 etabliert sich mehr und mehr ein absurdes Verhältnis von Arbeits- und Freizeit zu Einkommen und Wohlstand: Je höher das Einkommen, desto weniger Freizeit.

This is a stunning moment in economic history: At one time we worked hard so that someday we (or our children) wouldn’t have to. Today, the more we earn, the more we work, since the opportunity cost of not working is all the greater (and since the higher we go, the more relatively deprived we feel).

In other words, when we get a raise, instead of using that hard-won money to buy „the good life,“ we feel even more pressure to work since the shadow costs of not working are all the greater.