USD 5 für 1 TB Onlinespeicher mit Arq 5.9 #

Stefan Reitshamer hat Arq 5.9 veröffentlicht. Ich habe die App selbst schon seit Ewigkeiten in Betrieb und empfehle sie auch für sichere Backups unter Mac OS X, denn alle mit Arq erstellten Backups werden lokal verschlüsselt und erst im Anschluss beim gewählten Cloudspeicherdienst hochgeladen. Da Cloudspeicherdienst und Backup-Applikation voneinander getrennt sind, verlässt das Passwort zum Entschlüsseln der Daten den eigenen Rechner niemals. (Anders als zum Beispiel bei Backblaze, wo man den Schlüssel in einer Weboberfläche eingeben muss, um an die Daten zu gelangen.)

Was mich bislang vom flächendeckenden Einsatz von Arq-Backup abgehalten hat, waren die Preise für den Cloudspeicher. Egal, wie günstig man es wollte, man kam immer über die zum Beispiel von Backblaze als Pauschale verrechneten 5 Euro für unlimitierten Speicherplatz. Doch damit ist jetzt Schluss, denn Arq 5.9 unterstützt Backblazes billigen B2-Speicher (USD 0,005/GB) und den noch billigern Speicher von Wasabi (USD 0,0039/GB). Damit kostet 1 TB Onlinespeicher nur noch USD 5 bzw. USD 3,9.

Wer also noch immer kein Cloud-Backup hat und sich bislang immer zu neidig war, USD 5 für Onlinespeicher müssen drin sein! (Und wer noch immer nicht weiß, wohin er seine Daten speichern soll, für den hat Stefan Reitshamer einen Orientierungsbeitrag geschrieben.)

Amazon Glacier: 0,01 USD für 1GB in der Cloud #

Amazon hat einen neuen Onlinespeicherdienst mit hohen Bereitstellungszeiten, dafür aber mit einem unschlagbaren Preis von 0,01 USD für 1GB vorgestellt: Amazon Glacier.

Amazon Glacier ist ein äußerst kostengünstiger Speicherservice, der sicheren und dauerhaften Speicher für die Datenarchivierung und -sicherung bereitstellt. Um Kosten niedrig zu halten, ist Amazon Glacier für Daten, auf die selten zugegriffen wird und für die Abrufzeiten von mehreren Stunden angemessen sind, optimiert. Mit Amazon Glacier können Kunden große und kleine Datenmengen zuverlässig für nur 0,01 USD pro GB pro Monat speichern, was im Vergleich zu unternehmensinternen Lösungen ein erhebliches Kostenersparniss darstellt.

Arq, du wirst gerade sehr, sehr interessant!

Nachtrag am 22. August 2012

Auf Hacker News gibt es eine spannende Diskussion zum Thema Retrieval Costs bei Amazon Glacier. Da die Übertragungskosten weit höher sind als die Kosten für die Datenspeicherung und nach einem wenig durchsichtigen Schema berechnet werden, kann es sein, dass man für den Download seiner Daten das 720-fache (!) der Speicherkosten zahlt.