Benutzen ist in Ordnung, Erschaffen keinesfalls! #

Nach dem ausführlichen Artikel zu den Digital Illiterates, hier nun der nächste Beitrag, der die Unkenntnis der Ablauflogiken eines Computers bei Kindern und Jugendlichen als Problem formuliert.

Using a computer no longer requires knowledge, awareness or skill. What’s worse: post-PC devices don’t even inspire curiosity about such things.

Warum das schlecht sein soll? Weil wir einen Service als Werkzeug betrachten:

When all you have is a hammer, every problem looks like a nail. Likewise, when you grew up using Post-PC devices, every problem is solved with an app or Internet-based service.

Was wiederum dazu führt, dass das Schaffen einer Lösung als falsch, das Benutzen einer Lösung als einzig richtig gesehen wird.

But the young guy simply couldn’t do this. He insisted that there must be a way to do it within [the online service]. Specifically, he was very comfortable with using something, but alienated from the idea of building something.

Uff. #

Generation Why? Reduktion der Software wegen.

Zadie Smith hat eine hervorragende Rezension zu „The Social Network“ geschrieben und sie mit einer Kritik auf die People 2.0 ergänzt. In dieser Kritik beruft sie sich auf die Thesen von Jaron Lanier, der auf die Unmöglichkeit der digitalen Repräsentation menschlicher Profile und auf die (für den Menschen negativen) Auswirkungen durch die Interaktion mit Software hingewiesen hat. Weiterlesen

Soziale Netzwerke: Möglichkeit des Privaten #

Die Anthropologin Danah Boyd widerlegt Marc Prenskys Konzept der „Digital Natives“ und sieht in der Nutzung sozialer Netzwerke durch Jugendliche (die Wahl des sozialen Netzwerks ist eine „neue Ausdrucksformen der Klassenunterschiede der […] Jugend„) die Verwirklichung der Möglichkeit des Privaten.

Für uns als Erwachsene ist zum Beispiel unser Zuhause ein sehr privater Raum – es ist privat, weil wir diesen Raum unter Kontrolle haben. Für Kinder hingegen ist es kein privater Raum, denn sie üben hier keine Kontrolle aus. Sie können nicht darüber entscheiden, wer ihr Zimmer oder das Haus betritt. Deshalb haben sie in der Online-Welt eher das Gefühl, dass sie privat unterwegs sind, denn hier haben sie das Gefühl, Kontrolle auszuüben. #