Soziale Netzwerke verletzen

Wie uns soziale Netzwerke an der verletzlichsten Stelle unseres Menschseins treffen und dabei Gemeinschaft suggerieren, wo Einsamkeit herrscht. Niedrigschwelligkeit (ein Like) und „gute Gespräche“ in Ehren, doch wo Selbstdarstellung im iterativen Loop zur 511 Pixel breiten Selbstverwirklichung zwischen Werbeeinblendungen führt, herrscht mangelndes Interesse am Anderen und am Selbst. Weiterlesen

Schon gar nicht merry

Weihnachten ist nicht froh, nicht fröhlich und schon gar nicht merry. Weihnachten ist ruhig, besinnlich und still. Weihnachten ist nicht aktiv, nicht der Christbaum, das Schmücken, das Mahl, das SMSen, das Herrichten, das Schenken und Beschenktwerden, der Kirchgang, das Besuchen der Eltern oder das Singen, das Fernsehen oder der einsame Gang zu Bett, Weihnachten ist Einsamkeit, Nachdenklichkeit und Passivität: der nächtliche Spaziergang am Stadtrand, das gemeinsame Essen mit den Seinen, das Lesen eines Buches, die Abgeschiedenheit des Miteinander, die gelebte Passivität der Fremde zu Hause. Weiterlesen

Einsame Ideen

Verlässt man sein elterliches Zuhause, so verändert man sich. Das ist eine banale Feststellung, die allerdings mehr beinhaltet als lediglich das Verändern der Einstellung zum Bügeln von Wäsche. Es beinhaltet auch die Veränderung der gelebten Persönlichkeit von einem auf die Mitbewohner (Eltern, Geschwister) abgestimmten Wesen zu einem rein auf sich selbst ausgerichteten Wesen. Weiterlesen