Presseförderung für „Heute“ und „Österreich“ #

David hat auf die Nachricht der möglichen Presseförderung für „Österreich“ in der Höhe von bis zu 400.000 Euro treffend reagiert:

[Die Förderung] ist sehr gut, denn “Österreich” steht für investigativen Qualitätsjournalismus. Ohne “Österreich” hätte ich zum Beispiel nie erfahren, dass Adolf Hitler sich gar nicht umgebracht hat, sondern nach Argentinien oder Indien geflüchtet ist. Eventuell wurde er auch von Aliens entführt […] Ich bin so froh, dass Österreich “Österreich” und andere ähnliche Werke fördern will. Leider werden wir das alle nicht mehr miterleben, denn gestern ist laut “Österreich” die Welt untergegangen. Es war wieder ein Komet.

Die Gratis-„Zeitungen“ Heute und Österreich können im Jahr 2017 Presseförderung von bis zu insgesamt 700.000 Euro erhalten. Wenn ich mir ansehe, was „Österreich“ und „Heute“ veröffentlichen, so bin ich umso mehr überzeugt, dass jeder einzelne der 700.000 Euro Steuergeld gut angelegt ist und zu einer qualitativ hervorragenden Medienlandschaft beitragen wird. So, wie die 990.000 Euro Privatrundfunkförderung für oe24.at.

Da sehe ich gerade, Qualität ist kein Vergabekriterium.

Es ist halt so! Österreichs Medienfaulheit.

In Österreich zu bloggen bedeutet, so etwas wie „Österreich“ ins Internet zu stellen; alles andere funktioniert nicht, so zumindest meine Statistiken. Wie oft schon habe ich Pro- und Kontra-Argumente fürs Bloggen in der Muttersprache gelesen, wie oft schon darüber, dass es auch im Heimatland Menschen gibt, die sich für die Themen interessieren, die einen selbst beschäftigen? Weiterlesen