In herrlich alkoholisierter Agonie genieße ich den Blick auf die Viale delle Belle Arti; in meinem Kopf formen sich Gedanken über das spätbarocke Jesuitentheater, die mit ihren Papierkulissen die elend stumpfe Grimasse meines letzten stockdämlichen, inzestuös gezeugten Gesprächspartners überdecken. Weiterlesen

Ein Tag vor Weihnachten. Halb elf vormittags. Katerstimmung. Vor vier Stunden bin ich in Schlangenlinien nach Hause gekommen. Der Mantel liegt vor dem Bett, neben dem vorsorglich bereitgestellten Kotzkübel.

Stille Nacht, heilige Nacht…

Der pausbäckige Weihnachtsengel grüßt aus dem Fenster des Nachbarhauses. Weiterlesen

Ich schlage Haken auf dem Weg durch die Nacht und merke, dass die Dosis nicht hoch genug war. Meine Nasenscheidewand ist entzündet, und der Schleim löst sich in dünnen Bächen. Ich sehe das Blut, aber was macht das schon? Weiterlesen

Wie tut es doch gut, aus der Heimat zu hören, dass alles beim Alten geblieben ist! Ich selbst vertiefe mich in die Werke der italienischen spätromantischen Literatur, höre viel Mozart und Vivaldi und kotze regelmäßig das Klo voll. Weiterlesen

Was gibt es Neues? Nun: Regen, Regen, und ich mittendrin, mit leichtem Kater von gestern und viel zu wenig Frühstück im Magen, im versifften Internet-Café an der Piazza Barberini, ich weiss noch nicht genau, wie ich den Tag umbiegen soll, vielleicht mittels autogener Gehirnwichse? Weiterlesen

Es begab sich, dass ich in meiner postmasturbatorischen Agonie durch die Stadt schlich, mit wundem Hals und wehem Fuß, ja, verdammt, meine Füße haben verdammt geschmerzt, aber das war mir eigentlich scheißegal, weil der Hintern meiner Sitznachbarin im DAI nämlich ganz vorzüglich war, ja, wirklich, und deshalb hab ich den ganzen verfickten Tag schlussendlich auch ertragen können; meine Angina ist auch weg, was mich irgendwie freut, jetzt kann ich den Vodka wenigstens so richtig genießen… Was gibts Neues im Kaff namens Wien? Weiterlesen

Bin im Flugzeug gleich krank geworden und mit irgendsowas wie einer Angina durch Rom gehatscht, bei Regen und tlw. Hagel, dazu habe ich als alter Gourmet die Homöopathica von meiner Mama gefressen und Wodka getrunken, um auch die letzte Scheiße rauszuspülen… Dann habe ich als ein Kranker Wohnung gesucht, weil natürlich die Sache von Wien aus nicht geklappt hat. Weiterlesen

09:30 Uhr
Der intellektuelle Prolet (in Folge: IP) erbricht sich über den Bettrand.
10:10 Uhr
Der IP denkt laut über die Vorteile von Gummisandalen nach.
10:15 Uhr
Fußwaschung.
11:00 Uhr
Arbeit am Manuskript zur „Theosophie der Moderne“.
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10:00 Uhr
Der intellektuelle Prolet (in Folge: IP) erhebt sich taumelnd.
10:05 Uhr
Das Badezimmer bedarf einer Reinigung.
11:00 Uhr
Morgensport, Entfernung der Bierflaschen vom Schreibtisch.
12:00 Uhr
Arbeit am Manuskript zur „Theosophie der Moderne“.
14:00 Uhr
1,5 Promille.
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12:00 Uhr
Aufstehen. (Evtl. Bier zum Frühstück).
12:30 Uhr
Mittagessen beim Chinesen. (Evtl. Treffen mit Kumpanen).
16:00 Uhr
I. vom Flughafen abholen. (Evtl. Toilette aufsuchen).
20:00 Uhr
L. besuchen. (Evtl. Toilette aufsuchen).
22:00 Uhr
L. um einen Espresso bitten.
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