Makudonarudo

Wir unterbrechen das hier sonst sehr seriöse Programm mit einem dem Japanglish gewidmeten Musikvideo, in dem es um eine ganz zentrale Frage geht, die ich mir auch mindestens drei Mal am Tag stelle: Obāsan, where should I go?

Ich hatte das Video nun fast ein Jahr lang am Desktop in einem Lesezeichen liegen und wann, wenn nicht an einem Freitag, ist es angebracht, die hier herrschende Japan-Videos-Tradition – ich erinnere an die Werbungen von Sakeru Gum oder Mouse-Computer – fortzusetzen? Wer das erst später am Tag sieht, und da sprechen wir von 2 oder 3 Uhr morgens, dem sei auch der Youtube-Kanal des Generation-Y Malaien Namewee, der das Video oben gepostet hat, empfohlen. Dort kann man gut und gerne in einem quietschbunten, seiner eigenen Logik folgenden Universum abstürzen und ein paar Stunden seines Lebens liegen lassen. – Love to hear your nonsense and blah blah blah. (i MiSS U 2)

Japanische Werbung: Mouse-Computer

Mouse-Werbung

Lange nicht so romantisch (und episch) wie die Werbung für Sakeru-Gum, aber von seinem „Japan, bitte bleib so, wie du bist!“-Faktor um nichts nachstehend. Hier geht es, nur falls das nicht klar sein sollte, um einen Computerhersteller namens „Mouse“.

Japanische Werbung: Sakeru-Gum

Diese ganze Serie von Werbungen für Sakeru-Kaugummis ist schlicht und einfach die genialste Liebesgeschichte, die man in Form von Kaugummiwerbungen sehen kann, so The Verge. Und ich finde, The Verge hat recht. Long loooong maaaaan!

Arnold Schwarzenegger in japanischer Werbung

„Japander“ nennt man westliche Stars, die ihren Ruhm nutzen, um durch Werbung in Japan in kurzer Zeit viel Geld zu machen. Dabei machen sie häufig Werbung für Produkte, die sie selbst niemals nutzen würden. Ein Japander ist Arnold Schwarzenegger, der sich ja wirklich keine Peinlichkeit ausnimmt. Arnie wirbt für Arinam V: „Arinamin V is a bizarre „genki“ drink designed to keep overworked „salarymen“ wide awake in those unpaid overtime hours. It contains nicotine among other stimulants and gets that heart rate right up there.“

Im 2003 veröffentlichten Artikel gab es das YouTube-Video und die Erklärung zu „Japander“ noch nicht, sondern nur einen Link zu einem mov-File auf der Website japander.com.