Genauso langweilig wie dein Smartphone

Ich weiß nicht, worum es Adam Popescu in seinem Artikel über die Sucht nach dem Smartphone eigentlich geht, denn der Horizont, den er abdeckt, erstreckt sich von physischen Schmerzen („when we bend our neck to text or check Facebook, the gravitational pull on our head and the stress on our neck increases to as much as 60 pounds of pressure“) über asoziales Verhalten („that ‚always-on‘ behavior that smartphones contribute to causes us to remove ourselves from our reality“) bis hin zu den Problemen einer heranwachsenden Generation von Menschen („children now compete with their parents’ devices for attention, resulting in a generation afraid of the spontaneity of a phone call or face-to-face interaction“).

Informationsfluss bei dezentraler Organisation#

Automattic (WordPress, Akismet, etc.) hat eine ganz besondere Firmenkultur. Die Firma ist (fast) vollständig dezentral organisiert und beschäftigt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 26 Ländern auf sechs Kontinenten. Um dem Versiegen des Informationsflusses entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf eine twitter-ähnliche interne Website, über die die gesamte Kommunikation erfolgt.

Keeping remote employees informed and from feeling like they are at a disadvantage in terms of promotions is the biggest hurdle for a company like Automattic. […] To avert such problems, most internal discussions at Automattic take place on […] a blog built in house that has specific pages for dozens of teams and topics. Announcements, conversations, and questions are posted to the blogs so that everyone interested can stay up to date.

Wie sehr würde ich mir soetwas für alle Unternehmen wünschen.

Fragmentierung des Alltags durch „Awareness“#

Christiane Schulzki-Haddouti mit einer Gegenthese zu Frank Schirrmachers Payback über die positiven Seiten von „Awareness“ oder die Freunde im Hintergrund.

Social-Web-Tools erlauben es, die Situation anderer Nutzer wahrzunehmen. Diese „Awareness“ kann sich darauf beziehen, ob jemand ansprechbar ist, über welche Tools jemand erreichbar ist, wie lange jemand einen Dienst nutzt oder wo sich jemand befindet. Diese gegenseitige Wahrnehmung erleichtert nicht nur die Koordination untereinander, sondern auch die Zusammenarbeit.

Soziale Netzwerke stören den Menschen zwar, sind aber im Bereich der organisations- und unternehmensinternen Kommunikation herkömmlichen Kommunikationsformen vorzuziehen.

Wissensträger müssen identifizier-, auffindbar und kontaktierbar sein. Hierbei müssen sich die Mitarbeiter selbst beschreiben können, Profile müssen aber auch von anderen Mitarbeitern, von anderen nicht einsehbar und annotierbar sein. Das unterstützen Anwendungen wie Soziale-Netzwerk-Dienste. Sie erleichtern das Suchen und Finden wissender Mitarbeiter etwa über Tagging. Auf diese Weise wird auch der Austausch zwischen Mitarbeitern mit nur schwachen Netzwerkbindungen („weak ties“) ermöglicht. […] Der Vorteil besteht darin, dass teure Telefonate eingespart und die E-Mail-Flut begrenzt werden kann.