Abdulrazak Gurnah hat den Literaturnobelpreis gewonnen, aber niemand hat seine Bücher

Abdulrazak Gurnah hat den Literaturnobelpreis gewonnen. Kein einziges seiner Bücher kann in deutscher Übersetzung erworben werden, die englischen Versionen der meisten seiner Bücher sind vergriffen. Die Büchereien Wien, sonst die Anlaufstelle für solche Fälle, haben nur ein einziges seiner Werke – „Die Abtrünnigen“ – in ihrem Katalog. Lediglich die Bibliothek der Universität Wien ist gut ausgestattet. Gut, dass er den Preis gewonnen hat. Ich hoffe, die Kataloge werden bald aufgestockt. #

Wofür ist Literatur gut?

Wofür ist Literatur gut? Das Lesen kostet uns doch nur Zeit, verwirrt unser Denken und unsere Werte, irritiert uns mit abstrusen Ideen und macht uns zu Losern.

Naja, eben nicht.

Schwülwarm ins Nirwana #

#Die Zeit lacht über David Hugendicks Roman.

Sexszenen in Büchern sind eine schwierige Sache. Meistens geraten sie peinlich und plump. Oft will man sich beschämt abwenden, das Buch zuklappen, man ist ja nicht prüde, aber das, puh. Eine Erzähltechnik ist die Kunst des Auslassens. Sie lässt solch heikle Szenen erst reizend werden, weil sie die Fantasie des Lesers fordert. Der Autor blendet aus, anstatt von „Lustgrotten“ und „Liebesstiften“ zu schwallen, bis einem ganz blümerant wird vor Scham.