Personalisierte Stills bei Netflix

Ich habe vor kurzem erst über die Automatisierung der Stills bei Netflix geschrieben, nun scheint es aber so zu sein, dass es sich bei den angezeigten Film- und Serienthumbs um Bilder handelt, die auf Basis der bisher angesehenen Filmen und Serien personalisiert werden.

For example, the algorithm might conclude that a viewer who has watched several titles featuring Uma Thurman would be more likely to click on “Pulp Fiction” artwork bearing her face than on artwork bearing John Travolta’s.

Das kann aber dann ein Problem werden, wenn der Algorithmus Bilder von unwichtigen Nebendarstellern als Serienbild/Filmposter heranzieht, nur weil die das Personalisierungskriterium „Hautfarbe“ für den jeweiligen Nutzer erfüllen.

Automatisierte Stills bei Netflix

Im Netflix Technology Blog berichtet man stolz über die automatisierte Extraktion von Stills aus Serienepisoden, um ein passendes Symbolbild für die Browsing-Ansicht zu finden. Das Technologieteam nennt Kriterien und Maßstäbe, mit denen Bilder gefunden, bewertet und sortiert werden, aber erwähnt mit keinem Wort in meinen Augen ganz zentrale Punkte wie den Inhalt oder die Stimmung der jeweiligen Episode. Was Netflix einem Nutzer oder einer Nutzerin in der Angebotsübersicht also anzeigt, ist ein Bild aus der jeweiligen Episode, aber kein Symbolbild für ihren Inhalt. Und da wundert sich noch irgendwer, warum das Finden interessanter Angebote auf Netflix so überhaupt nicht funktioniert?

Zumindest bei mir ist es so, dass mich das wohl vollautomatisierte Marketing auf Netflix noch nie von einem Film oder einer Serie überzeugt hat, wenn nicht in Form einer Erinnerung an ein Angebot, das ich bereits kannte (und wiedersehen wollte); immer waren es Kritiken und Rezensionen, die in der Onlineversion einer Zeitung oder eines Magazins erschienen sind, welche mich zu neuen Filmen und Serien brachten.

Langweiliges Mittelmaß Netflix

Heute ist mein Netflix-Abonnement, das ich wegen des Films „Okja“ vor einem Monat abgeschlossen habe, wieder einmal abgelaufen. In dem Monat, in dem das Abonnement aktiv war, habe ich nur Filme angesehen, die ich bereits kannte; es gab nichts Neues. Hätte mir Netflix nicht gelegentlich das Fernsehprogramm einen Newsletter mit Empfehlungen geschickt, wäre es wohl bei Okja geblieben. So habe ich mir auch Indiana Jones angesehen.


Heute lese ich im Standard über die aufkommende Kritik an der Qualität auf Netflix: Masse statt Klasse regiert.

Grundsätzlich zeigt Netflix‘ Strategie, dass der Anbieter tatsächlich zum Ersatz aller Fernsehsender werden will. Man möchte den Nutzern ein Vollprogramm bieten, sodass diese nie zu anderen Diensten wechseln. Dass in diesem Angebot nicht nur Perlen, sondern auch Durchschnittsware zu finden ist, scheint Netflix egal zu sein. […] Von einem Service, der rein auf ästhetisch hochwertige Inhalte setzt (etwa der Anspruch von HBO) dürfte sich Netflix damit aber verabschieden.

Kann ich bestätigen, jetzt schon. Für die meisten auf Netflix verfügbaren Filme und Serien kann ich mich nicht begeistern.

Wir verlassen Netflix

Heute habe ich meine Netflix-Mitgliedschaft im Zeitraum eines Jahres bereits zum zweiten Mal gekündigt. Letzten Winter habe ich gekündigt, weil ich nach etwa drei Monaten mit allem durch war, was an halbwegs interessanten Filmen und nach sechs Monaten, was an mitreißenden Serien angeboten wurde.

Hola-Erweiterung sofort deinstallieren!

Hola wird häufig und gerne eingesetzt, um Geo-Restriktionen diverser Inhalteanbieter wie zB Netflix zu umgehen. Man installiert die Erweiterung, wählt das Zielland aus und schon hat man vollen Zugriff auf das dortige Angebot. Was allerdings kaum jemand weiß: Sobald ein User Hola nutzt, stellt er dem Hola-Netzwerk seine eigene IP zur Verfügung. Das macht Hola für Seitenbetreiber und für einzelne User gefährlich, wie auf 8chan erstmalig thematisiert wurde, denn:

When a user installs Hola, he becomes a VPN endpoint, and other users of the Hola network may exit through his internet connection and take on his IP. This is what makes it free: Hola does not pay for the bandwidth that its VPN uses at all, and there is no user opt out for this. On the other hand, with the Tor onion router, users must specifically opt in to be exit nodes and are aware that completely anonymous traffic can pass through their connections, which means they should be ready for abuse reports for child porn, spam, copyrighted content and other ills that come with the territory.

Die Lösung des Problems: Hola sofort deinstallieren! Wie das geht und welchen Risiken man ausgesetzt ist, solange Hola installiert bleibt, kann man unter Adios, Hola! prüfen.