Makudonarudo

Wir unterbrechen das hier sonst sehr seriöse Programm mit einem dem Japanglish gewidmeten Musikvideo, in dem es um eine ganz zentrale Frage geht, die ich mir auch mindestens drei Mal am Tag stelle: Obāsan, where should I go?

Ich hatte das Video nun fast ein Jahr lang am Desktop in einem Lesezeichen liegen und wann, wenn nicht an einem Freitag, ist es angebracht, die hier herrschende Japan-Videos-Tradition – ich erinnere an die Werbungen von Sakeru Gum oder Mouse-Computer – fortzusetzen? Wer das erst später am Tag sieht, und da sprechen wir von 2 oder 3 Uhr morgens, dem sei auch der Youtube-Kanal des Generation-Y Malaien Namewee, der das Video oben gepostet hat, empfohlen. Dort kann man gut und gerne in einem quietschbunten, seiner eigenen Logik folgenden Universum abstürzen und ein paar Stunden seines Lebens liegen lassen. – Love to hear your nonsense and blah blah blah. (i MiSS U 2)

Aladdin San Francisco

Bae come over. My dad’s not home!

Ich kann nicht genug kriegen von Filmen, in denen Leute in Autos, auf fliegenden Teppichen oder in sonstigen Gefährten durch Städte rasen; das gilt auch für die Race the Tube-Videos. Und: Claude Lelouch hat da 1976 schon einen Nerv getroffen als er mit seinem Mercedes in 8,5 Minuten quer durch Paris gerast ist. Der Grund dafür war schon damals der gleiche wie das „Bae come over“ im Aladdin-Video.

Thanks, Smokey!

Thanks, Smokey! von Patrick Scott

Nahezu alle Kurzvideos von Patrick Scott (Zoochosis) sind in gewisser Weise verstörend in unübersehbar quietschbunter Hülle. Sie sind mal brutal, meist hart an der Grenze, NSFW zu sein, oder, wenn er will, purer Horror; aber keines von ihnen hat einen so eindringlichen Soundtrack wie Thanks, Smokey! Die Melodie fährt rein und bleibt hängen.

Ach ja, worum geht es in Thanks, Smokey!? Nun ja, die IMDB gibt Antwort und aufmerksam Lesenden wird schnell klar werden, dass das, was hier zu erwarten ist, unter Umständen NSFW sein kann:

Condoning bestiality by using comparable visual stimuli for the desired effect of empathy. So it would seem.

Beschreibung zu Thanks, Smokey! in der IMDB

Zoochosis wirbt – sogar in einem eigenen Trailer – mit dem Slogan: Entertainment just right for a world so wrong.

Netzkultur unter ein nachhaltiges Geschäftsmodell stellen

Netzkultur unter ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu stellen, scheint aussichtslos zu sein.

Tumblr is among the most important sites online — a central hub of what is nebulously known as “internet culture.” Most recently, the site gave us Dat Boi, the unicycling frog, but Tumblr’s most famous legacy is probably the reaction GIF, which was popularized by Tumblr accounts like What Should We Call Me. Tumblr’s reblog structure, which created lengthy, publicly shared conversations between strangers, also helped popularize the concept of the Discourse, the internetwide conversation happening all at once. It is also the primary meeting place for fandoms of shows like Doctor Who and Supernatural, and films like the Marvel movies — some of the most aggressive fandoms are cultivated on Tumblr.

Auch andere Sites, die Netzkultur fördern, darunter Twitter, (ehemals) Vine, Reddit, 4chan und sogar YouTube, kämpfen damit, nachhaltig kostendeckend (oder sogar profitabel) zu werden. Denn Kultur, ob auch in Form von Netzkultur, ist kein wertloser, die Werbung begleitender Content, sondern eine (kreative) Leistung – die aber keinen Wert darzustellen scheint, um den herum man ein nachhaltiges Geschäftsmodell bauen könnte. Ist doch das Schaffen von Werten online im Vergleich zum Extrahieren von Daten wertlos:

Tumblr and Vine and the like never had data-mining operations as sophisticated as, say, Facebook. That’s why most of the advertising money in the industry has drained toward Facebook, which has 2 billion users, mounds of data, and can better assure advertisers of content cleanliness. […] And by selling ads against people’s identities, rather than their creative content, the company has churned out impressive profits, and given a wider impression that an ad-supported content platform is viable.

Unter einem ähnlichen Problem leidet gegenwärtig ja auch Medium.

Time for Sushi

David Lewandowski, der die Screens, User Interfaces und visuellen Effekte in Oblivion und TRON: Legacy gestaltet hat, ist der Künstler, der auch für die bizarren Videos verantwortlich ist, in denen sich schaurige CGI-Menschen wild herumwirbelnd von A nach B bewegen.

Time for Sushi ist der dritte Teil einer Reihe von Kurzfilmen. In Going to the Store (2011) versucht die schaurige CGI-Figur in ein Geschäft zu kommen. In Late for Meeting (2013) verlässt sie das Geschäft und fliegt am Ende, von ein paar Luftballons getragen, in den Himmel davon. Im dritten Teil, Time for Sushi (2017), ist die Figur nicht mehr alleine unterwegs, sondern wird von hunderten weiteren begleitet. Sie kehren vom Himmel auf die Erde zurück (per Luftballon, natürlich) und durchqueren die Stadt auf dem Weg ins Meer, wo sie sich ruhig von der Strömung ins Off treiben lassen.

Es lohnt sich, in der gesamten Serie den Einsatz der Soundeffekte und der nervtötenden Musik zu beachten.

Crazy Nastyass Honey Badger

The Crazy Nastyass Honey Badger (original narration by Randall)

Netzkultur in Reinform. Und ich hatte keine Ahnung.

The most fearless animal in all of the animal kingdom. It really doesn’t give a shit. If it’s hungry, it’s hungr.. eew what’s that in it’s mouth? […] Snake’s up in the tree. Honeybadger don’t care. Honeybadger don’t give a shit. It just takes what it wants.