Relaunch des NY Times Open-Blog#

Der ehemals techniklastige New York Times Open-Blog wurde einem Relaunch unterzogen, inhaltlich um alle „digitalen Produkte“ erweitert, und ist nun auf Medium zu finden. Die Entscheidung, den Open-Blog nicht auf der eigenen Infrastruktur zu errichten, ist eigenartig, aber man stützt sich auf die übliche Begründung:

While it may seem strange for us, a publisher, to post on Medium rather than our own platform, we are here for a simple reason: the community. Medium is where so many of our people are, so much of the product, design and development community, so we wanted to be here too.

Wenn der Interessierte nicht zum Content kommt, dann muss wohl der Content zum Interessierten. Aber immerhin, es gibt einen Newsfeed.

Gerade jetzt wechselt die New York Times zu Gmail#

Momentan ist die Gefahr, die von Hackerangriffen ausgeht, größer als das Risiko, einen Informanten zu verraten. Das meint die New York Times und vollzieht einen gerade jetzt fast schon wahnwitzig anmutenden Schritt.

„There’s so much evidence now that journalists are being targeted, that our communications are vulnerable and, mostly, that our sources are being put in jail.“

It’s in this context that The New York Times decided to outsource its email to Google. […] Before the switch, Times emails were stored on servers it owned; now those messages are in Google’s digital filing cabinet.

Mittels Gag-Order wüsste niemand bei der NY Times, dass gerade jemand bei Google an den Daten hantiert. Beim eigenen, im Haus stehenden Mailserver hingegen schon. Und was das alles für Informanten bedeutet, möchte ich mir gar nicht ausmalen.