Datensicherheit: Cloud oder NAS? #

Im Blog von Boxcryptor habe ich einen Beitrag gefunden, in dem die Datensicherheit von Cloudspeichern mit der eines lokal installierten NAS verglichen wird. Es ist natürlich klar, dass der Anbieter einer Verschlüsselungslösung für Cloudspeicher tendenziös vergleichen wird, aber diesen Punkt unterschreibe ich zu 100 Prozent:

Eine sicher verschlüsselte Cloud […] ist […] ein virtueller Speicherort, der physikalisch von hochspezialisierten Anbietern verwaltet wird. Hier kümmern sich Expertenteams rund um die Uhr um Datensicherung, Backups und Verfügbarkeit. Ein einzelne[s] selbsternannte[s] Computer-Genie mit einem NAS (oder einem Fileserver) kann das auch bei größtem Bemühen nicht leisten.

Cloud vs. NAS: Wo sind meine Daten sicherer?

Alle – alle! – Probleme, die ich in meinem Umfeld in Bezug auf die Sicherheit (aber auch in Bezug auf die Verfügbarkeit) von Daten miterlebt habe, resultierten aus dem Faktor „selbsternannes Computer-Genie“. Alles wirkt so leicht, alles so schlüssig, bis es dann nicht mehr leicht und schlüssig ist.

Ah ja: Leute, die ihren Mailserver selbst betreiben, ebensowenig die Kriterien „Expertenteam“ und „rund um die Uhr“ erfüllen, und trotzdem „Datenschutz“ rufen… Weiß man da schon etwas?

Mehr und sicherer Speicher bei Microsoft OneDrive #

Microsoft OneDrive bringt zwei Neuerungen: Mehr Speicher in den Personal-Speicherplänen und – viel wesentlicher – einen neuen, sichereren Speicher namens OneDrive Personal Vault.

Personal Vault is a protected area in OneDrive that you can only access with a strong authentication method or a second step of identity verification, such as your fingerprint, face, PIN, or a code sent to you via email or SMS. Your locked files in Personal Vault have an extra layer of security, keeping them more secured in the event that someone gains access to your account or your device. […] Personal Vault adds to the robust privacy and security that OneDrive currently offers, including file encryption at rest and in transit, suspicious activity monitoring, ransomware detection and recovery, mass file deletion notification and recovery, virus scanning on download for known threats, and version history for all file types.

Okay, das klingt ja alles vielversprechend. Vor allem ist ein zweiter Faktor, denn darauf scheint es ja hinauszulaufen, immer eine gute Idee, um persönliche, wichtige oder womöglich jetzt oder in Zukunft kompromittierende Daten zu schützen. Zumindest ist das in jedem Fall besser als wenn die Daten ohne zusätzliche Sicherung in der Cloud liegen.

Besser wäre allerdings eine Zero-Knowledge-Policy seitens des Anbieters. Noch viel besser eine technische Lösung, die es für den Anbieter des Cloudspeichers in jeglicher Hinsicht unmöglich macht, die darauf abgelegten Daten auslesen zu können: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung durch Software von Drittanbietern, wie zum Beispiel Boxcryptor oder Cryptomator. Beide Programme bieten vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an, die man bei der alltäglichen Arbeit gar nicht bemerkt.

Dropbox neu #

Dropbox macht irgendwas neu, aber ich habe ganz ehrlich keine Ahnung, was. Am liebsten wäre mir, der Dienst bleibt sich treu und ein „Feature“, wie John Gruber schreibt.

All I want from Dropbox is a folder that syncs perfectly across my devices and allows sharing with friends and colleagues. That’s it: a folder that syncs with sharing.

Und bei Michael Tsai, der eine ganze Reihe von Statements zum neuen Dropbox gefunden hat, findet sich ein Kommentar, der genau beschreibt, was auch für mich gilt (bzw. gegolten hat).

Dropbox has been an ‚open at login‘ app for me since the late 2000s. Last month I finally moved my notes folder out and have only launched it once since.

Wenn Dropbox das verhaut, dann wäre das sehr schade um einen der nahezu saubersten, aber definitiv zuverlässigsten Dienste, die ich je genutzt habe. Mittlerweile ist mein primärer Cloudspeicher das ohnehin im Office365-Abonnement integrierte OneDrive geworden (nicht ohne Cloud-Verschlüsselung, natürlich). OneDrive tut, was es tun soll: einen Ordner bereitstellen, der die darin gespeicherten Inhalte auf meinen Geräten synchronisiert.

Welcher Cloudspeicher bietet am meisten?

#Matt Birchler hat sich angesehen, welcher Cloudspeicher am meisten bietet. Das Resultat ist mehr als klar.

iCloud wins almost every time. It’s the cheapest if you need 50GB, 200GB, or 2TB of storage. They’re only bested by Google at the 100GB level, and OneDrive at 1TB. OneDrive is actually the cheapest option for 1TB at just $7. iCloud is the best at the 2TB mark, offering that obscene amount of storage for $10. OneDrive has a 2TB option too that works out to $10 a month as well, but you have to pay for the whole year ($120) up front.

Im Vergleichstest wurde nur das Verhältnis von Kosten zu gebotener Speichermenge getestet, keine zusätzlichen Funktionen (wie der Zugriff von außen, usw.). Wem es also nur um günstigen Speicher geht, der weiß jetzt, wohin.