Personalisierte Werbung? Eher nicht.

Nick Heer stellt nach einem zitierten Resümee über Apples Tracking-Popup, aus dem hervorgeht, dass gerade einmal 25% aller User Tracking erlauben, zusammenfassend fest:

The online advertising industry has been telling us for years that consumers overwhelmingly prefer personalized ads and are only too happy to give up private information.

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Mehreinnahmen durch nicht personalisierte Werbung

Im Mai 2018, stark motiviert durch das Inkrafttreten der DSGVO, hat die Nederlandse Publieke Omroep (das ist das niederländische Äquivalent zu ORF oder BBC) ihre Werbestrategie von einem auf Personalisierung basierenden System weg und hin zu kontextbezogener, aber nicht personalisierter Werbung bewegt. Weiterlesen

Überwachungsapparat mit fragwürdigen Ergebnissen

2019 war das erste Jahr in den USA, in dem Onlinemedien mehr Werbeeinnahmen generieren konnten als Radio, Fernsehen, Zeitungen und andere Zeitschriften zusammengenommen. Zu verlockend ist die Versprechung der großen Plattformen Google und Facebook, hochgradig personalisierte Werbung situationsgerecht und den Lebensumständen eines Individuums entsprechend auszuliefern. Weiterlesen

Personalisierte Stills bei Netflix #

Ich habe vor kurzem erst über die Automatisierung der Stills bei Netflix geschrieben, nun scheint es aber so zu sein, dass es sich bei den angezeigten Film- und Serienthumbs um Bilder handelt, die auf Basis der bisher angesehenen Filmen und Serien personalisiert werden.

For example, the algorithm might conclude that a viewer who has watched several titles featuring Uma Thurman would be more likely to click on “Pulp Fiction” artwork bearing her face than on artwork bearing John Travolta’s.

Das kann aber dann ein Problem werden, wenn der Algorithmus Bilder von unwichtigen Nebendarstellern als Serienbild/Filmposter heranzieht, nur weil die das Personalisierungskriterium „Hautfarbe“ für den jeweiligen Nutzer erfüllen.

Personalisierte Preise in Onlineshops #

Wer den Trend noch immer nicht erkennt und Maßnahmen zu Datenschutz und Anonymisierung nach wie vor als unnötig abtut, sollte sich beim nächsten Online-Einkauf überlegen, ob der Preis, der zu zahlen ist, tatsächlich von allen bezahlt werden muss. Das englische Office of Fair Trading prüft bereits, wie sich aggregierte und zu Kundenprofilen gesammelte Daten auf die Preisbildung in Onlineshops auswirken können.

Das Office of Fair Trading will also herausfinden, ob das gesammelte Datenkonvolut geeignet ist bzw. bereits dafür genutzt wird, um Preise und Angebote zu personalisieren. Im Zentrum der Nachforschungen stehen dabei der Verlauf des benutzten Internet-Browsers, der Gebrauch von Mobile Devices und bereits getätigte Einkäufe im World Wide Web sowie demografische Daten.

So richtig spannend wird es, wenn Facebooks umgehende Personalisierung auch in die Preisbildung einfließen wird. Und warum sehe ich das nur als logischen nächsten und nicht abwendbaren Schritt?

Facebooks umgehende Personalisierung deaktivieren

Heute wurde die „umgehende Personalisierung“ (auf einigen Seiten nennt Facebook das auch „Sofortpersonalisierung“) für alle Mitglieder bei Facebook freigeschaltet. Umgehende Personalisierung bedeutet, dass Partnerseiten außerhalb Facebooks, selbst wenn man sie zuvor noch nie besucht hat, im Moment des (erstmaligen) Besuchs dieser Seite bereits Informationen über die eigenen Vorlieben und das soziale Netzwerk, in dem man sich befindet, haben und in ihrem Erscheinungsbild und den Inhalten, die sie präsentieren, bereits personalisiert sind. Weiterlesen