Verpasse dein Leben nicht!

Und noch ein Versuch, Menschen dazu zu bewegen, ihr Leben zu leben und es nicht lediglich als Datenquelle (für andere) verwertbar zu machen. Gary Turk reimt und unterlegt seine Zeilen mit Klaviermusik, wodurch seine Version eines „spoken word film for an online generation“ mehr Drama erhält als verschiedene Horrorszenarien und Erklärungsversuche zuvor.

Das Verständnis von Circles in Google+ #

Dhanji Prasanna über die grundlegenden Überlegungen zu Google+. Der Einblick in den Entwicklungsprozess zeigt, wie das Verständnis eines Konzepts das Projektdesign beeinflussen und sich noch viel später insofern auswirken kann, als es nicht oder nur noch mit sehr großem Aufwand abzuändern ist.

What I am saying … is that these two products are not playing on an even field. Like Microsoft and online Office, it is incredibly difficult for facebook to make fundamental changes to their product suite to answer competitive threats. It is for this reason I feel that Google+ has a genuine shot at dethroning facebook. #

Über den Verfall von del.icio.us #

Andrew Travers berichtet über den traurigen Verfall von del.icio.us unter der Ägide von Yahoo.

You can’t help but feel that with a bit of love and consideration, Delicious could become an important part of helping us all deal with the overload of information we commonly experience. Delicious feels neglected when it should be thriving. It’s long since past the stage of being of interest to tech blogs, but like the armchair or the rug, we’d miss it if it was gone.

Nachtrag 23. Februar 2011

Bei 37signals habe ich einen Artikel entdeckt, der das Problem mit delicious (und vor allem Flickr!) und anderen Diensten, die Yahoo gekauft hat, gezielt anspricht: Die Bürokratie bei Yahoo zerstört den Erfindungs- und Entwicklungsgeist der zugekauften Unternehmen. #

Fragmentierung des Alltags durch „Awareness“ #

Christiane Schulzki-Haddouti mit einer Gegenthese zu Frank Schirrmachers Payback über die positiven Seiten von „Awareness“ oder die Freunde im Hintergrund.

Social-Web-Tools erlauben es, die Situation anderer Nutzer wahrzunehmen. Diese „Awareness“ kann sich darauf beziehen, ob jemand ansprechbar ist, über welche Tools jemand erreichbar ist, wie lange jemand einen Dienst nutzt oder wo sich jemand befindet. Diese gegenseitige Wahrnehmung erleichtert nicht nur die Koordination untereinander, sondern auch die Zusammenarbeit.

Soziale Netzwerke stören den Menschen zwar, sind aber im Bereich der organisations- und unternehmensinternen Kommunikation herkömmlichen Kommunikationsformen vorzuziehen.

Wissensträger müssen identifizier-, auffindbar und kontaktierbar sein. Hierbei müssen sich die Mitarbeiter selbst beschreiben können, Profile müssen aber auch von anderen Mitarbeitern, von anderen nicht einsehbar und annotierbar sein. Das unterstützen Anwendungen wie Soziale-Netzwerk-Dienste. Sie erleichtern das Suchen und Finden wissender Mitarbeiter etwa über Tagging. Auf diese Weise wird auch der Austausch zwischen Mitarbeitern mit nur schwachen Netzwerkbindungen („weak ties“) ermöglicht. […] Der Vorteil besteht darin, dass teure Telefonate eingespart und die E-Mail-Flut begrenzt werden kann. #

Datenschutzleck bei Facebook und MySpace #

Das Wall Street Journal berichtet über die Weitergabe persönlicher Nutzerprofile an Werbekunden der großen sozialen Netzwerke (Facebook, MySpace, etc.).

Facebook, MySpace and several other social-networking sites have been sending data to advertising companies that could be used to find consumers‘ names and other personal details, despite promises they don’t share such information without consent. […] Advertising companies are receiving information that could be used to look up individual profiles, which, depending on the site and the information a user has made public, include such things as a person’s real name, age, hometown and occupation.

Weitaus ausführlicher berichtet hierüber Ben Edelman, derjenige, der das Datenleck entdeckt hat. #